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Embraer E195-E2: Die Kosten voll im Blick

Um die Bandbreite des Unternehmensportfolios zu zeigen, hat der brasilianische Hersteller Embraer gleich drei Flugzeuge zur Paris Air Show geschickt: Einen Business Jet vom Typ Legacy 450, den Militärtransporter KC-390 sowie die neueste Version aus der erfolgreichen E-Jets-Familie, die E195-E2. 

20.06.2017

Die Kosten voll im Blick hat der Adler am Rumpfbug der Embraer E195-E2. © Volker K. Thomalla

Die Embraer E195-E2 hat die mit Abstand spektakulärste Lackierung aller Flugzeuge auf der Paris Air Show. Das Flugzeug ist das größte Verkehrsflugzeug des brasilianischen Herstellers und ist das am häufigsten von Besuchern per Handy fotografierte Flugzeugmuster. Der von zwei Pratt & Whitney PurePower PW1900G-Getriebe-Turbofans angetriebene Regionaljet verfügt bei einer typischen Dreiklassenbestuhlung über 120 Sitzplätze für Passagiere. Airlines, die eine Einklassenbestuhlung bevorzugen, können bis zu 146 Passagiere in der Kabine unterbringen. Der Erstflug des neuen Musters fand erst Ende März dieses Jahres statt. Mit dem Abschluss der Flugerprobung und dem Ende der Nachweisflüge für die Zulassung rechnet das Unternehmen für 2019. In diesem Jahr soll auch der Erstkunde Azul Linhas Aéreas Brasileiras sein erstes Exemplar in Empfang nehmen.

Embraer hat diese künstlerisch verzierte Embraer E195-E2 „Profi Hunter“ getauft. © Volker K. Thomalla

Um die Premiere der E195-E2 auf der Paris Air Show gebührend zu würdigen, wollte der Vorstand des Herstellers eine möglichst spektakuläre Lackierung des Flugzeugs zeigen. Doch die eingereichten Entwürfen der beauftragten Agenturen überzeugten die Unternehmensleitung nicht. Darauf entschloss sich der Hersteller, den Auftrag intern zu vergeben. Ein junger Techniker namens Clodoaldo Quintana erklärte sich bereit, dem Flugzeug die spektakuläre Lackierung aufzutragen, mit der es in Le Bourget aufgetaucht ist. Das „Profit Hunter“ getaufte Flugzeug zeigt auf der gesamten Cockpitsektion den Kopf eines Adlers. Die Augen sind direkt unter den Cockpitscheiben lackiert und scheinen den Betrachter oder (entsprechend des Flugzeugnamens) die Gewinne fest im Blick zu haben. John Slattery, der Präsident und Hauptgeschäftsführer (CEO) von Embraers Commercial Aviation Division, zeigte sich nach der Vorstellung des Flugzeugs in Brasilien begeistert und hob die Initiative, den Enthusiasmus und das Können des Künstlers vor.

Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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