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Flybe konzentriert sich auf die Bombardier Q400

Die britische Regionalfluggesellschaft Flybe hat ihre Pläne zur Flottenreduzierung und -bereinigung konkretisiert: Die Flotte soll künftig nur noch aus zwei Mustern bestehen: Der Bombardier Q400 als Hauptmuster sowie einigen wenigen Embraer 175.

18.05.2018

Die Flybe wird sich bei ihrer Flottenplanung auf die Bombardier Q400 konzentrieren. © V. K. Thomalla

Als Christine Ourmières-Widener im Januar 2017 ihren Posten als neue Hauptgeschäftsführerin der britischen Regionalfluggesellschaft Flybe antrat, kündigte sie wenig später eine Überprüfung der Flottenstrategie des Carriers an. Sie machte schnell klar, dass sie die Flotte reduzieren wolle. Nun hat der Flyby-Vorstand seine Pläne konkretisiert. Christine Ourmières-Widener sagte: “Flybes Strategie ist es, die Flotte zu einer optimalen Größe zu reduzieren. Wir richten uns in unserem Geschäft nach der Nachfrage und nicht nach der Kapazität. Der Flottenmix ist dabei ein wichtiger Teil unserer Strategie. Wir haben alle möglichen Optionen sehr intensiv geprüft und sind zu dem Schluss gekommen, dass Bombardiers Q400 das beste Flugzeug für uns ist. Ihre überragende Wirtschaftlichkeit, ihre Geschwindigkeit und ihre geringe Lautstärke machen dieses Flugzeug zu einem idealen Flugzeug für eine Regional-Airline wie wir es sind. Unsere zukünftige Flotte wird außerdem noch aus ein paar Embraer E175 bestehen und ist die optimale Antwort auf die Anforderungen unseres spezifischen Streckennetzes.“ 

Flybe wird die Embraer E195 aus ihrer Flotte entfernen. © Flybe

Momentan betreibt die Regional-Airline 85 Flugzeuge der Typen ATR 42/72 (12),  Bombardier Q400 (54), Embraer E195 (9) und Embraer E175 (10). Die ATR-Turboprops hat Flybe an verschiedene andere Regionalfluggesellschaften verleast. Sie spielen für die Planung des eigenen Flugbetriebs deswegen keine Rolle.

Flottengröße 2020: 70 Flugzeuge

Anfang 2020 soll die Gesamtflotte von Flybe nur noch aus 70 Flugzeugen – überwiegend Q400 und E175 – bestehen. Alle neun Embraer E195 werden zurückgegeben. Im nächsten Jahr stoßen noch vier fabrikneue Embraer E175 zur Flotte, die wie geplant übernommen werden. Weitere neue Flugzeuge werden man in absehbarer Zeit nicht bestellen, so Ourmières-Widener. Die Bombardier Q400 der Airline seien mit einem Durchschnittsalter von zehn Jahren noch relativ jung. Man werde, wo es wirtschaftlich sinnvoll erscheine, die Lebensdauer der Flugzeuge heraufsetzen. Dadurch spare man erhebliche Kapitalaufwendungen und müsse keine neuen Flugzeuge beschaffen.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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