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Golfstaaten untersagen Qatar Airways die Luftraumnutzung

Die diplomatische Krise um das Emirat Katar hat dazu geführt, dass Flugzeuge aus dem Emirat den Luftraum einiger Nachbarstaaten nicht mehr nutzen dürfen. Auch haben mehrere Airlines die Flüge nach Doha eingestellt.

6.06.2017

Qatar Airways war einer der ersten Kunden für die Boeing 787 Dreamliner. © Qatar Airways

Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Bahrain, Ägypten und die Malediven haben Flugzeugen aus dem Emirat Katar die Nutzung ihres Luftraumes untersagt.  Gestern haben diese fünf Staaten plus Libyen und der Jemen die diplomatischen Beziehungen zu Katar gekappt. Die Länder werfen der Regierung des Emirats Unterstützung von terroristischen Gruppen vor. Katar ist eng mit dem Iran verbunden, die wiederum seit Jahrzehnten eine Rivalität pflegen.

Qatar Airways hat alle Flüge nach Saudi-Arabien, in die VAE, nach Ägypten und Bahrain annulliert. Auch die Executive-Aviation-Tochter Qatar Executive, ist von dem Boykott betroffen. Die Fluggesellschaft ist Mitglied der oneworld-Allianz. Ob Codeshare-Flüge ebenfalls betroffen sind, war noch nicht bekannt. Bereits gestern haben Emirates, Etihad Airways, Air Arabia, FlyDubai und Gulf Air ihre Flüge zum Flughafen Doha eingestellt.

Längere Flüge aufgrund von Luftraumsperrungen

Qatar Airways muss nun viele ihrer Flüge umplanen und alternative Streckenführungen suchen. Zum Teil verlängern sich dadurch die Flugzeiten. Der obere Luftraum von Katar wird vom Nachbaremirat Bahrain aus kontrolliert, während Katar selbst nur seinen unteren Luftraum kontrolliert. Welche Auswirkungen dies auf den Luftverkehr in der Region hat, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

Angesichts der Krise hat Akbar Al Baker, der Hauptgeschäftsführer von Qatar Airways, am Montag die Generalversammlung der International Air Transport Association (IATA) im mexikanischen Cancun verlassen, um nach Katar zurückzukehren.

Volker K. Thomalla

Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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