Homepage » Luftverkehr » Green Africa hat sich für die A220-300 entschieden

Green Africa hat sich für die A220-300 entschieden

Auf der Singapore Airshow hat die nigerianische Start-up-Airline Green Africa Airways eine Kaufabsichtsvereinbarung mit Airbus über die Beschaffung von 50 A220-300 geschlossen. 

13.02.2020

Seit Airbus das ehemalige C Series-Programm von Bombardier übernommen hat, sind die Verkäufe der jetzt A220 genannten Familie gestiegen. Green Africa will 50 Jets kaufen. © Airbus

Es hat drei Messetage gebraucht, bis auf der Singapore Airshow (11. – 16. Februar)  in diesem Jahr ein bedeutender Vertrag für Verkehrsflugzeuge unterschrieben wurde. Bis dahin hatten Boeing, ATR und Airbus Helicopters kleinere Verträge unterschrieben und damit der Messe ein wenig Medienaufmerksamkeit beschert. Man muss dabei allerdings berücksichtigen, dass die Singapore Airshow in diesem Jahr aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus in China unter sehr erschwerten Bedingungen stattfindet, und mehrere bedeutende Aussteller ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt hatten.

Green Africa hat noch keine Flugzeuge

Die 2016 gegründete nigerianische Fluggesellschaft Green Africa hat bei Airbus eine Grundsatzvereinbarung (MoU/Memorandum of Understanding) über den Kauf von 50 Airbus A220-300 unterzeichnet. Die Fluggesellschaft verfügt nach eigenen Angaben zwar schon über ein Luftverkehrs-Betreiberzeugnis (AOC), hat aber den Flugbetrieb noch nicht aufgenommen, da sie noch keine Flugzeuge hat. Babawande Afolabi, der Gründer und Hauptgeschäftsführer (CEO) von Green Africa Airways, sagte: „Zusammen mit Airbus sind wir unglaublich stolz darauf, den bisher größten Auftrag für die A220 vom afrikanischen Kontinent bekannt zu geben.“ Sollte die Grundsatzvereinbarung in einen Kaufvertrag münden, wäre dies der größte Auftrag für das Muster aus Afrika.

Im Dezember 2018 hatte die Airline mit Boeing ein MoU über eine Festbestellung von 50 Boeing 737 MAX 8 sowie 50 Optionen geschlossen, aber aufgrund des Groundings des Musters wurde der Kaufvertrag bis heute nicht unterzeichnet. Nun wird die Airline wohl zunächst mit den A220-300 an den Start gehen.

Green Africa Airways will den Flugbetrieb zunächst mit einem inner-nigerianischen Streckennetz aufnehmen und sich dann zu einer pan-afrikanischen Airline entwickeln. Das Land bietet dafür gute Voraussetzungen: Nigeria ist mit 190 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Afrikas und bildet noch vor Südafrika die größte Volkswirtschaft des Kontinents. Rund 48 Prozent der Bevölkerung Nigerias lebt in den Städten

Volker K. Thomalla

 

Folgen Sie uns auf Twitter
Liken Sie uns auf Facebook

 

Schon gelesen?

Airbus übernimmt das alleinige Kommando bei der A220

Zwei White Tail-A220-300 auf dem Enschede Airport Twente

Airbus hat die Fertigstellung der 100. A220 gefeiert

Über Volker K. Thomalla

zum Aerobuzz.de
Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.