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Hi Fly präsentiert ihren ersten Airbus A380

Die portugiesische Fluggesellschaft Hi Fly hat auf der Farnborough Airshow ihre erste A380 gezeigt. Das Flugzeug hat eine Lackierung erhalten, mit der der Betreiber auf die Bedrohung der Korallenriffe aufmerksam machen will.

20.07.2018

Die linke Rumpfseite des Airbus A380 von Hi Fly ist türkis lackiert. © Hi Fly

Der Airbus A380 der Hi Fly aus Portugal landete am Donnerstag nach einem Flug von Luqa auf Malta auf der Farnborough International Airshow. Der von vier Rolls-Royce Trent 970-Turbofans angetriebene Widebody war auf Malta lackiert worden. Die A380 bleibt noch bis zum Ende der Show am 22. Juli in Farnborough.

Hi Fly hat ihren ersten A380 mit einer Lackierung versehen, die auf die Bedrohung der Korallenriffe in den Weltmeeren aufmerksam macht. © Hi Fly

Da Hi Fly das Flugzeug verchartern und verleasen will, wählte die Firma eine Farbgebung unabhängig von Airline-Lackierungen. Die A380 dient als Werbeplattform für die Umweltkampagne der Mirpuri-Stifung, die in einer Kampagne auf das weltweite Korallensterben aufmerksam machen will. Die rechte Rumpfseite wurde mit einer dunkelblauen Lackierung und den Worten: „Coral Reefs gone by 2050“ versehen und zeigt abgestorbene Korallen, während die linke Rumpfseite türkis lackiert ist und die Botschaft trägt: „Not too late for Coral Reefs“. Dort entdeckt man bei näherem Hinsehen einen lebendigen Ozean mit verschiedenen Lebewesen.

Die A380 war ein Leasing-Rückläufer

Hi Fly hat die A380 das zwölf Jahre alte Flugzeug (Seriennummer MSN006) von Doric Asset Finance beschafft. Zuvor stand es bei Singapore Airlines im Dienst, die es nach Ablauf der Leasingzeit an Doric Asset Finance zurückgegeben hatte. Hi Fly hat die A380 mit 471 Passagiersitzen ausstatten lassen. Neben zwölf Sitzen in der ersten Klasse sind 60 in der Business Class und 399 in der Economy Class installiert worden. Ein Bordunterhaltungssystem eX2 von Panasonic soll dafür sorgen, dass bei den Passagieren auch auf langen Flügen keine Langeweile aufkommt.

Hi Fly wird noch eine zweite A380 erhalten.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

1 Kommentar

  • Hamburger

    Perverse Lackierumg bzw. Kampagne, wenn man bedenkt, dass das Korallensterben vor allem auf die Erwärmung und CO2-bedingte Versauerung der Meere zurückzuführen ist. Was kommt als nächstes? Startet Heckler & Koch eine we-care-Kampagne zum Thema Schusswaffentote in den USA?

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