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KLM hat ihre Flotte in Amsterdam-Schiphol geparkt

Kaum ein Bild stellt die derzeitige Lage im globalen Luftverkehr passender dar als die Fotos von Reihen geparkter Verkehrsflugzeuge auf den großen internationalen Drehkreuzen. Die noch vor wenigen Wochen brummenden Zentren der globalen Mobilität sind derzeit zu riesigen Flugzeug-Parkplätzen mutiert.

3.04.2020

Auf dem Flughafen Amsterdam-Schiphol stehen derzeit über 200 nicht benötigte Verkehrsflugzeuge. © Paul Ridderhof

Ein Blick auf die Airline-Hubs macht sofort das Ausmaß der derzeitigen Krise deutlich: Statt An- und Abflügen im Minutentakt landen ab und zu einmal Frachtflugzeuge oder vereinzelt Passagierflugzeuge, die gestrandete Urlauber aus aller Welt in ihre Heimatländer zurückholen. Die Coronakrise hat den Weltluftverkehr mit Passagieren in die Knie gezwungen.

Geparkte KLM-Flugzeuge in Schiphol

Die niederländische KLM Royal Dutch Airlines hat sich entschlossen, ihre Flugzeuge gebündelt auf ihrem Drehkreuzflughafen Amsterdam-Schiphol zu parken. Andere Fluggesellschaften wie beispielsweise British Airways,  Lufthansa und Air France haben ihre Flotten dagegen auf mehrere Flughäfen verteilt.

KLM führt derzeit noch einige Repatriierungsflüge durch und bedient mit stark reduzierter Frequenz einige wenige Destinationen in ihrem Netzwerk, aber der größte Teil der Flotte wird derzeit nicht benötigt. Nach Angaben der Airline arbeiten KLM und der Flughafen Amsterdam-Schiphol sehr gut zusammen beim Parken der Flugzeuge.

Die 747 warten auf den Flug in die Wüste

Die Airline mottet ihre Flugzeuge bewusst nicht ein, sondern parkt sie und unterzieht sie einer regelmäßigen Wartung, damit sei nach Beendigung der Krise schnellstmöglich wieder in den Flugbetrieb kommen. In Amsterdam hat die KLM ihre komplette Airbus A330-Flotte, alle Boeing 777-200 sowie die gerade außer Dienst gestellten Boeing 747 geparkt.

Ebenfalls in Schiphol abgestellt sind 32 Embraer E-Jets und 34 Boeing 737. Sie wurden zum Teil an den Gates geparkt, die derzeit nicht benötigt werden. Die Boeing 777-300 der Airline sowie ein Teil der Boeing 787-9 und 787-10-Flotte kommen noch auf den Rückholflügen zum Einsatz, die restlichen Boeing 737 und Embraer 190 auf den wenigen verbliebenen Strecken des Carriers.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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