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Luftbrücke: Bundesregierung lässt gestrandete Urlauber zurückholen

Mit Sonderflügen will die Bundesregierung gestrandete deutsche Urlauber und Geschäftsreisende aus dem Ausland zurückholen. 30 Flugzeuge von Lufthansa und Condor sollen die Menschen in den nächsten Tagen nach Hause bringen.

18.03.2020

Lufthansa und Condor werden die meisten Flüge der Corona-Luftbrücke durchführen. © Volker K. Thomalla

Mindestens 100.000 Deutsche sitzen derzeit nach Angaben des Auswärtigen Amtes im Ausland fest, weil sie von den Reisebeschränkungen der Gastländer überrascht worden sind. Das Auswärtige Amt wird deshalb eine Luftbrücke organisieren, um diese Menschen zurückzuholen und hat dafür ein Budget von 50 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas.

Condor plant, im Auftrag der Bundesregierung bis zu 50.000 gestrandete Urlauber zurückzuholen. © Condor

In Ägypten sind nach Angaben des Auswärtigen Amtes derzeit rund 35.000 Deutsche gestrandet, in Marokko 4.000. Aber auch in der Dominikanischen Republik, auf den Malediven und den Philippinen hängen Urlauber aufgrund der weltweiten Flugausfälle und der weltweit geltenden Reisebeschränkungen fest. Minister Maas sagte: „Wir bitten um Verständnis, dass wir, obwohl wir alles Menschenmögliche tun, nicht in jedem Fall eine 24 Stunden-Lösung vorhalten können. Wir bitten alle Reisenden, die von der Rückholung profitieren möchten, sich zunächst auf der Webseite des Auswärtigen Amts zu informieren und ihren Reiseveranstalter zu kontaktieren.“

LH und Condor fliegen die Luftbrücke

Lufthansa und Condor werden die Flugzeuge für diese Rückholaktion stellen. Condor wird nach eigenen Angaben bis Sonntag 180 reguläre Rückflüge sowie Sonderflüge und wird damit mindestens 50.000 Urlauber zurückholen. Die Airline hat eine eigene Website eingerichtet, (www.condor.com/fly-home), die für die  Koordination der Sonderflüge genutzt werden soll. Auf den Hinflügen könne Condor aber nur noch Passagiere befördern, die Staatsbürger des Ziellandes sin, teilte das Unternehmen mit.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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