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Lufthansa Group bestellt Flugzeuge im Wert von 2,1 Mrd. Euro

Die Lufthansa investiert weiter in den Ausbau und die Modernisierung der Flotte ihrer Airlines. Der Aufsichtsrat hat gestern grünes Licht für die Bestellung von 16 weiteren Flugzeugen im Wert von 2,1 Milliarden Euro gegeben.

8.05.2018

Der Lufthansa-Aufsichtsrat hat die Bestellung von 16 neuen Flugzeugen genehmigt, darunter den Kauf von zwei Boeing 777-300ER für die Swiss. © Swiss

Boeing und Airbus können sich über Aufträge von der Lufthansa Group freuen, nachdem der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 7. Mai 2018 Investitionen in neue Flugzeuge im Wert von 2,1 Milliarden Euro freigegeben hat.

Bei den genehmigten Aufträgen handelt es sich um zwei Widebodies vom Typ Boeing 777-300ER. Sie sind für den Einsatz bei der Swiss vorgesehen und sollen die bestehende Flotte von zehn 777-300ER bei der Schweizer Lufthansa-Tochter ab 2020 ergänzen. Der Aufsichtsrat begründet die Expansion bei der Swiss damit, dass die Tochter-Airline im für Fluggesellschaften traditionell schwachen ersten Quartal in diesem Jahr eine Marge von über neun Prozent erreicht habe.

LH Cargo bekommt zwei weitere 777F

Auch die Lufthansa-Frachttochter Lufthansa Cargo wird zwei weitere Boeing 777 erhalten, allerdings in der Frachtversion 777F. Sie ersetzen bei der Lufthansa Cargo allerdings zwei Boeing MD-11F, die nach der Einflottung der Triple Seven-Freighter außer Dienst gestellt werden.

Die restlichen Bestellungen entfallen auf zwölf Standardrumpf-Flugzeuge vom Typ Airbus A320-Familie. Die Einkäufer der Airline wandeln dazu sechs Optionen für Flugzeuge vom Typ Airbus A320neo in feste Bestellungen um. Diese Flugzeuge sollen im Jahr 2022 geliefert werden. Mit ihrer Auslieferung sollen ältere Flugzeuge in den Airlines der Lufthansa-Gruppe ersetzt werden. Eine A320neo kostet laut Airbus-Preisliste 110,6 Millionen Dollar (92,37 Millionen Euro).

Sollten beim Hersteller bis 2022 noch weitere sechs A320ceo (current engine option) verfügbar sein, wird Lufthansa diese bestellen. Wenn möglich, will die Kranich-Airline diese Jets noch ab diesem Jahr übernehmen. Da es nach wie vor zu Verzögerungen bei der Auslieferung der A320neo kommt, will die Airline diese sechs Flugzeuge nutzen, um  die Verpätungen bei der Auslieferung der A320neo zu kompensieren. Eine A320ceo ist laut Airbus-Preisliste für 101 Millionen US-Dollar (84,38 Millionen Euro) zu bekommen.  Der Investitionsplan für das Geschäftsjahr 2018 bleibe aber unverändert, teilte die Lufthansa mit.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war von 2016 bis 2018 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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