Homepage » Luftverkehr » Lufthansa Group kauft Boeing 787 und weitere A350

Eine Boeing 787 Dreamliner in Lufthansa-Lackierung, das wird es in absehbarer Zukunft geben. Der Aufsichtsrat der Gruppe hat heute der Beschaffung von 40 neuen Langstreckenflugzeugen zugestimmt. Neben 20 Boeing 787-9 sollen auch 20 weitere A350-900 beschafft werden. 

13.03.2019

Der Aufsichtsrat der Lufthansa Group hat heute den Kauf von 20 Boeing 787 Dreamliner genehmigt. © Lufthansa

Jetzt hat sich auch die Lufthansa dazu entschieden, die Boeing 787 Dreamliner zu beschaffen. Damit ist sie der 75. Kunde dieser Flugzeugfamilie. Bis Ende Februar haben Airlines und Leasinggesellschaften insgesamt 1.421 Dreamliner bei Boeing in Auftrag gegeben, 800 Exemplare des zweistrahligen Langstreckenflugzeugs wurden bislang ausgeliefert.

Lufthansa 787 und A350

Auf seiner heutigen Sitzung hat der Aufsichtsrat der Lufthansa Group die Beschaffung von 20 Boeing 787-9 genehmigt. Für die Gruppe ist der Dreamliner ein neues Muster. Zusätzlich wird der Konzern weitere 20 Airbus A350-900 kaufen. Die 40 Langstrecken-Twins sollen zwischen 2022 und 2027 zur Flotte stoßen und ältere Langstreckenflugzeuge in der Flotte ablösen. Der Konzern teilte mit, das insbesondere vierstrahlige Flugzeuge ersetzt werden.

Der Auftragswert beläuft sich auf 12 Milliarden US-Dollar (10,6 Milliarden Euro), allerdings nach Listenpreis. Wie bei derartigen Großbestellungen üblich, erhält der Kunde einen Rabatt. Darüber, wie hoch der ausfällt, haben alle Beteiligten Stillschweigen vereinbart, aber die Lufthansa Group hat nach eigenen Angaben „eine deutliche Preisreduktion verhandelt“.

12 Mrd. US-Dollar Auftragswert nach Liste

Die Lufthansa Group hat nicht verkündet, welche Fluggesellschaften des Konzerns die neuen Flugzeuge erhalten. Diese Entscheidung werde zu einem späteren Zeitpunkt getroffen. Die momentane Langstreckenflotte der Gruppe umfasst 199 Flugzeuge, darunter sind Boeing 767-300 bei der Austrian Airlines, die zwischen 1991 und 2000, aber auch A340-300 der Lufthansa, die zwischen 1996 und 1999 gefertigt wurden. Eines der Fotos, das die Lufthansa Group heute verbreitet hat, zeigt eine 787 in der Lackierung von Swiss und der Austrian Airlines.

Die ebenfalls aus der zweiten Hälfte der neunziger Jahre stammenden Boeing 747-400 der Lufthansa werden wahrscheinlich nicht durch die A350-900 und die 787-9 ersetzt, sondern bereits ab nächstem Jahr durch die Boeing 777-9.

Carsten Spohr, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa AG, sagte: „Mit dem Ersatz viermotoriger Flugzeuge durch neue zweistrahlige Modelle legen wir langfristig und nachhaltig die Basis für unsere Zukunft. Für unsere Investitionsentscheidung war neben der Wirtschaftlichkeit der A350 und der 787 auch der deutlich geringere CO2-Ausstoß dieser neuen Generation von Langstreckenflugzeugen ausschlaggebend. Unsere Verantwortung für die Umwelt wird als Kriterium für unsere Entscheidungen immer wichtiger.“

Aber natürlich sollen die neuen Flugzeuge auch die Betriebskosten senken. Der Konzern rechnet mit bei den neuen Jets mit Betriebskosten, die gegenüber den Vorgängermodellen um rund 20 Prozent niedriger liegen. Außerdem werde die Lufthansa Group die Flottenvielfalt und -komplexität in den kommenden Jahren deutlich verringern und bis zur Mitte der nächsten Dekade sieben Flugzeugtypen ausmustern, was Kosten und Komplexität reduziere, teilte das Unternehmen heute mit.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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