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Neue Probleme mit Trent 1000: Dreamliner muss notlanden

Eine Boeing 787 Dreamliner von Norwegian musste gestern nach einem Triebwerksausfall in der Startphase notlanden. Bei dem Zwischenfall wurde niemand verletzt, aber Teile des Rolls-Royce Trent 1000 traten aus und beschädigten mehrere Häuser und Autos am Boden. 

11.08.2019

Eine Boeing 787-9 der Norwegian. Die Airline hat sich beim Antrieb ihrer Dreamliner für das Trent 1000 entschieden. © Syversen/Norwegian

Der Triebwerkshersteller Rolls-Royce hatte im vergangenen Jahr erheblichen Ärger mit den Turbofans des Typs Trent 1000 an der Boeing 787 Dreamliner. Die Luftfahrtbehörden FAA und EASA hatten die Inspektions- und Wartungsintervalle nach verschiedenen Zwischenfällen verkürzt, um einen vorzeitigen Verschleiß von bestimmten Teilen zu erkennen. Die zusätzlichen Inspektionen führten zu Flugausfällen und erheblichen Kosten für Rolls-Royce.

Triebwerksausfall im Anfangssteigflug

Gestern gab es einen schweren Zwischenfall am Flughafen Rom-Fiumiciono (Leonardo da Vinci). Eine Boeing 787-9 der Billigfluggesellschaft Norwegian war um 16.45 Uhr Ortszeit als Flug DY7115 nach Los Angeles gestartet. Noch in der Anfangssteigflugphase fiel eines der beider Rolls-Royce Trent 1000-Triebwerke aus. Kleinere Teile des Triebwerks fielen auf die Straßen im Ortsteil Via Sacra südlich des Airports. Sie trafen mehrere Häuser und Autos und beschädigten sie. Menschen wurden bei dem Zwischenfall nicht verletzt.

Der Widebody-Jet mit dem Kennzeichen LN-LND brach in 3.000 Fuß Höhe seinen Steigflug ab, drehte eine erweiterte Platzrunde westlich des Flughafens inklusive zweier Vollkreise und landete um 17.12 Uhr wieder auf der Piste 16R des Startflughafens. Der Zwischenfall wird jetzt untersucht.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

1 Kommentar

  • Anonym

    Im letzten Abschnitt

    > Der Widebody-Jet mit dem Kennzeichen LN-LND brach in 3.000 Fuß Höhe seinen
    > Steigflug ab, drehte eine eine erweiterte Platzrunde westlich des Flughafens […]

    zwei Mal „eine“.

    Dieser Kommentar darf gerne gelöscht werden.

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