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Qantas setzt beim Projekt Sunrise auf den Airbus A350-1000

Die australische Fluggesellschaft Qantas hat sich bei dem Projekt Sunrise für den Airbus A350-1000 entschieden. Eine finale Entscheidung über die Aufnahme von Ultralangstreckenflüge zwischen New York nach Sydney soll im März fallen, dann winkt Airbus ein Auftrag über zwölf modifizierte A350-1000.

14.12.2019

Qantas hat sich für die A350-1000 mit Rolls-Royce Trent XWB-Triebwerken für das Projekt Sunrise entschieden. © Airbus

Die Würfel sind gefallen: Qantas hat sich beim Projekt Sunrise für den Airbus A350-1000 als bevorzugtes Flugzeug entschieden, nachdem die Airline sowohl die Boeing 777X als auch das Airbus-Muster einer eingehenden Untersuchung unterzogen hat. Im Rahmen des Projekts will die australische Fluggesellschaft Nonstop-Linienflüge von Sydney nach London und nach New York durchführen.

Qantas hat schon zwei von drei geplanten Testflügen für das Projekt Sunrise durchgeführt. Dabei waren jeweils nur 40 Insassen an Bord der nagelneuen Boeing 787-9 Dreamliner, die in etwas mehr als 19 Stunden von New York nonstop nach Sydney geflogen sind. Die Personen an Bord wurden medizinisch überwacht, um die Auswirkungen von solchen Ultralangstreckenflügen auf den menschlichen Organismus festzustellen. Der erste Flug hatte am 19. Oktober stattgefunden, der zweite Mitte November. Der dritte Flug wird ebenfalls von New York nach Sydney führen. Er startet am 17. Dezember in der US-Ostküsten-Metropole.

Mit den Ergebnissen der drei Flüge will Qantas mit der australischen Zivilluftfahrtbehörde in Diskussionen treten. Auch steht die Airline noch mit der Pilotengewerkschaft AIPA in Verhandlungen, um die letzten noch offenen Fragen in Bezug auf das Projekt zu klären.

Finale Entscheidung fällt im März

Mit einer endgültigen Entscheidung, ob künftig Nonstop-Linienverbindungen zwischen Sydney und der Ostküste der USA und Sydney und London angeboten werden, rechnet die Airline im März nächsten Jahres. Bislang hat die Airline noch keinen Vertrag mit Airbus geschlossen, will aber bis zu zwölf A350-1000 bestellen, sollte es Grünes Licht für diese Verbindungen geben.

Die Flugzeuge erhalten einen zusätzlichen Treibstofftank und ein leicht erhöhtes maximales Startgewicht. Dafür muss die Software angepasst werden. Ansonsten handelt es sich bei den A350-1000 um Standardflugzeuge.

Alan Joyce, der Hauptgeschäftsführer (CEO) der Qantas Group, sagte: „Mit den Erkenntnissen aus den beiden Forschungsflügen und dem, was wir aus zwei Jahren Erfahrung mit Flügen von Perth nach London gelernt haben, haben wir großes Vertrauen in einen Markt für Nonstop-Flüge von New York und London an die Ostküste Australiens. Die A350 ist ein fantastisches Flugzeug, und der derzeitige Vertragsentwurf von Airbus bietet uns die bestmögliche Kombination aus kaufmännischen Bedingungen, Treibstoffeffizienz, Betriebskosten und Kundenerfahrung. Die Flugzeug- und Triebwerkskombination hat sich nach mehr als zwei Jahren im Einsatz gründlich bewährt hat. Sie ist die richtige Wahl für die Sunrise-Missionen und sie bietet auch die Wirtschaftlichkeit, um andere Langstrecken zu befliegen, wenn wir dies möchten. Von Anfang an war uns klar, dass das Project Sunrise von einem funktionierenden Business Case abhängt. Wir verpflichten uns zu dieser Investition nur, wenn wir wissen, dass sie angesichts der damit verbundenen wirtschaftlichen Risiken den richtigen Ertrag für unsere Aktionäre bringt.“
Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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