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Rumpfmontage der ersten 777X für Lufthansa abgeschlossen

Boeing hat sowohl die Rumpf- als auch die Rumpf-Flügelmontage der ersten 777-9 für die Lufthansa abgeschlossen. Der Twinjet wird im Rahmen des Flugeprobungsprogramms des Musters eingesetzt, bevor er an die Kranich-Airline übergeben wird.

21.02.2019

Die dritte Boeing 777X der Serie ist für die Lufthansa bestimmt. Die Rumpf-Flügelmontage des Großraumjets wurde im Februar 2019 abgeschlossen. © Boeing

Die Lufthansa hat ein Bild ihrer erste Boeing 777X in der Endmontage im Boeing-Werk in Everett im US-Bundesstaat Washington veröffentlicht. Das Foto zeigt die 777-9 nach der Rumpfmontage und nach Abschluss der Flügel-Rumpfmontage. Zwar gibt es noch kein offizielles Datum für das Roll-out des größten zweistrahligen Großraumflugzeugs der Welt, aber es wird vermutet, dass der erste fliegende Prototyp schon im nächsten März die Endmontagehalle verlassen wird.

Größter Twinjet der Welt

Die 777-9 ist das erste Muster der aus zwei Typen bestehenden neusten Generation von Boeings Twinjet-Familie. Die Boeing 777-9 und ihre Schwester 777-8 sollen sich durch besondere Wirtschaftlichkeit und große Reichweiten auszeichnen. So haben die Ingenieure berechnet, dass die 777-9 mit 400 bis 425 Passagieren an Bord Strecken von bis zu 7.600 nautischen Meilen (14.075 Kilometer) nonstop überbrücken kann. Die kleinere 777-8 fasst in einer typischen Bestuhlung zwischen 350 und 375 Fluggäste und kann diese sogar bis zu 8.700 nautische Meilen (16.110 Kilometer) weit fliegen.

Die vier ersten fliegenden Boeing 777X auf einem Bild in der Endmontagehalle in Everett. © Boeing

Wenige Wochen nach dem Roll-out soll der Erstflug erfolgen. Die Flugerprobung für die Zulassung wird rund ein Jahr in Anspruch nehmen. Vier fliegende Testflugzeuge sollen in das Erprobungsprogramm eingebunden werden. Boeing hat heute ein Foto aus der Endmontagehalle veröffentlicht, das alle vier 777X zeigt.

Emirates wird als Launch Customer die erste 777-9 nach der Zulassung des Musters übernehmen. Auch die Lufthansa erwartet ihre erste 777-9 im Sommer 2020. Die Airline hat aber bislang noch nicht verraten, welche Bestuhlung das neue Muster erhalten wird. Ebenso ist noch unklar, auf welchen Strecken der neue Riesen-Twin zum Einsatz kommen wird.

Zu den Zulieferern der 777X gehören auch Firmen aus Deutschland. Liebherr-Aerospace aus Lindenberg im Allgäu wird beispielsweise das Klappsystem der Flügelspitzen liefern und die Antriebseinheit und den Hydraulikmotor des Betätigungssystems der Flügelvorderkante sowie alle Stellantriebe für das Hochauftriebssystem bauen. Die MTU Aero Engines aus München ist mit einem Anteil von vier Prozent am Riesen-Triebwerk GE9X der 777X beteiligt. Sie zeichnet für die Ent­wicklung und Fertigung des Turbinen­zwischen­ge­häuses verant­wortlich.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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