Homepage » Luftverkehr » Swiss lässt ihre A220 nach drittem Zwischenfall inspizieren

Swiss lässt ihre A220 nach drittem Zwischenfall inspizieren

Ein dritter Inflight Engine Shutdown eines Triebwerks an einem Airbus A220 der Swiss innerhalb von drei Monaten hat die Airline veranlasst, die Triebwerke einer gründlichen Inspektion zu unterziehen, bevor sie wieder in den Flugbetrieb zurückkehren dürfen. Es kommt zu zahlreichen Flugausfällen.

15.10.2019

Die Swiss lässt nach drei Zwischenfällen mit dem Airbus A220 alle Flugzeuge inspizieren, bevor sie wieder fliegen dürfen. © Volker K. Thomalla

Heute morgen ist es erneut zu einem Zwischenfall mit einem Airbus A220 der Swiss gekommen, bei dem ein Triebwerk im Flug abgeschaltet werden musste. Der Flug LX359 von London-Heathrow nach Genf musste deswegen ungeplant auf dem Flughafen Paris Charles de Gaulle landen. Da dies bereits der dritte Zwischenfall dieser Art innerhalb von nur drei Monaten war, hat die Fluggesellschaft ein Notfallkomitee aktiviert, das Maßnahmen eingeleitet hat.

Alle Triebwerke werden inspiziert

Die Airline hat beschlossen, nun die Triebwerke aller 29 Airbus A220 ihrer Flotte einer gründlichen Inspektion zu unterziehen. Dadurch wurden etliche Flüge annulliert oder waren deutlich verspätet. Erst nach einer einwandfreien Inspektion würden die Flugzeuge wieder in den Flugbetrieb zurückkehren, teilte die Swiss mit. Die A220 werden von Getriebefans des Typs PW1524G von Pratt & Whitney angetrieben.

Bereits am 26. September hatte die US-Luftfahrtbehörde FAA nach den ersten beiden Zwischenfällen eine Lufttüchtigkeitsanweisung (Airworthiness  Directive/AD) für Flugzeuge im US-Luftfahrzeugregister veröffentlicht, nach der einige Triebwerke der PW1500G-Baureihe kurzfristig und danach  regelmäßig per Boroskop inspiziert werden müssten. Bei Bedarf müssten Teile des Niederdruckverdichters ausgetauscht werden.

Die Swiss war die weltweit erste Fluggesellschaft, die das Muster – damals noch unter dem Namen Bombardier C Series – im Liniendienst eingesetzt hat. Das war im Juli 2016.

Volker K. Thomalla

 

 

Folgen Sie uns auf Twitter
Liken Sie uns auf Facebook

 

 

Schon gelesen?

Ermittler suchen Triebwerksteile von Airbus A220-300

Swiss hat erste CS300 nach Zürich überführt

Erster C-Check an einem Airbus A220-100

Über Volker K. Thomalla

zum Aerobuzz.de
Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.