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United Airlines will Emissionen drastisch reduzieren

United Airlines hat sich als erste US-Fluggesellschaft eine Selbstverpflichtung auferlegt, nach der sie ihre eigenen Emissionen bis 2050 um 50 Prozent im Vergleich zum 2005 emittierten Volumen an Treibhausgasen reduzieren will. Sie verfolgt das Ziel, die umweltfreundlichste Airline der Welt zu werden. Ökonomie und Ökologie gehen häufig Hand in Hand.

18.09.2018

Mit dem Eco-Skies-Programm will United Airlines ihre Treibhausgas-Emissionen bis 2050 um 50 Prozent reduzieren. © United Airlines

Derzeit ist der nordamerikanische Luftverkehrsmarkt noch der größte der Welt, auch wenn Asien derzeit mit Riesen-Wachstumsschritten aufholt. Deswegen haben Initiativen, die durch den Luftverkehr verursachten Emissionen zu reduzieren, dort eine signifikante Auswirkung. United Airlines hat jetzt als erste US-Fluggesellschaft das Ziel ausgegeben, ihre Treibhausgas-Emissionen bis 2050 auf ein Niveau zu reduzieren, dass nur noch die Hälfte des Volumens von 2005 beträgt.

Dieses Ziel entspricht der Selbstverpflichtung der International Civil Aviation Organization (ICAO), die das 2016 im Nachgang der Pariser Klimakonferenz beschlossen hat.

In Übereinstimmung mit den Zielen der ICAO

„Bei United Airlines glauben wir fest daran, dass wir unsere ehrgeizigen, selbst gesteckten Ziele auch erreichen können, um einen wesentlichen Beitrag dazu zu leisten, die Gesundheit unserer Gesellschaft und unseres Planeten zu bewahren. Dafür gehen wir ganz gezielte Schritte“, sagte Oscar Munoz, der Hauptgeschäftsführer (CEO) von United Airlines. „Wir sind durchaus stolz darauf, der erste US-Carrier zu sein, der sich in diese Richtung bewegt. Dennoch stehen wir auch für den Austausch mit den anderen Marktteilnehmern, die in diesem Bereich ebenfalls Fortschritte erzielen und ähnliche Verpflichtungen gegenüber der Umwelt eingehen.“

United Airlines hat ein ganzes Bündel an Maßnahmen geschnürt, um dieses Ziel auch zu erreichen. So hat sie das Eco-Skies-Programm ins Leben gerufen, in dessen Rahmen sie beispielsweise 30 Millionen US-Dollar (25,6 Millionen Euro) in den Biokraftstofproduzenten Fulcrum BioEnergy in Kalifornien investiert hat. Sie hat sich verpflichtet, 3,78 Milliarden Liter Biofuel von Fulcrum abzunehmen.

United Airlines hat am 15. September einen Transatlantikflug mit einer Boeing 787 von San Francisco nach Zürich durchgeführt, bei dem ein Gemisch aus Bio-Fuel und konventionellem Kerosin eingesetzt wurde. © Volker K. Thomalla

Alternative Treibstoffe zu fossilen Treibstoffen müssen stärker genutzt werden, sonst sind die Klimaziele der Luftverkehrsindustrie – und auch die von United Airlines – nicht zu erreichen. United treibt diesen Wandel voran. Am 15. September landete eine Boeing 787 Dreamliner mit der Flugnummer UA44 von San Francisco in Zürich. Dieser Flug wurde mit einer 30-prozentigen Beimengung von Bio-Treibstoff von AltAir Fuels aus Kalifornien durchgeführt. Dies war der bisher längste Transatlantikflug – und ebenfalls der längste Flug einer US-Airline – mit einem Biotreibstoffvolumen dieser Größe. United hat nach eigenen Angaben seit 2016 mehr als 7,5 Millionen Liter nachhaltigen Biotreibstoff verwendet.

Die Airline bemüht sich ganzheitlich, einen höheren Umweltstandard zu erreichen. So verbannt sie die nicht-recyclebaren Rührstäbchen aus Plastik aus dem Bordservice und ersetzt sie durch Bambusstäbchen. United ist ebenfalls die erste US-Fluggesellschaft, die ungenutzte Gegenstände aus den Amenity Kits weiterverwendet und Hygieneprodukte an Bedürftige spendet. Auch die Flotte von Service-Fahrzeugen an Flughäfen wird momentan umgestellt: Rund 40 Prozent aller Fahrzeuge der Airline werden bereits elektrisch betrieben.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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