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United verabschiedet Boeing 747 mit Sonderflug

Mit United Airlines verabschiedet sich ein weiterer großer Boeing 747-Betreiber von dem Muster. In der letzten Woche flog die Airline mit dem Jumbo Jet nochmal ihre Hubs an, morgen wird mit einem Flug von San Francisco nach Honolulu bei United Airlines die Boeing 747 ad acta gelegt.

6.11.2017

United Airlines stellte die Boeing 747-400 am 7. November mit einem Abschiedsflug von San Francisco nach Honolulu außer Dienst. © Volker K. Thomalla

Die Auslastung auf allen 747-Flügen in der vergangenen Woche stimmte bei United Airlines: Da hatte der Carrier nämlich die letzten Linienflüge mit der Boeing 747 gefeiert – und alle „Letztflüge“ waren ausgebucht. Nun findet nur noch ein einziger Flug einer Boeing 747 im Liniendienst bei United statt. Und der führt morgen von San Francisco nach Honolulu. Der ganz normal online buchbare Flug mit der 747 in Sonderlackierung „Friend Ship“ war schon früh ausgebucht.

United Airlines stellte ihre erste Boeing 747 im Juni 1970 in Dienst. Im November 2017 musterte die Fluggesellschaft das Muster aus ihrer Flotte aus. © United Airlines

Am 28. Oktober flog die US-Fluggesellschaft letztmalig mit dem Jumbo Jet über den Atlantik. Je eine Boeing 747-400 startete aus Frankfurt/Main (Flug UA927) und aus London-Heathrow (UA900). Beide Flugzeuge steuerten San Francisco an, die letzte 747-Basis der Airline. Sowohl an den Abfluggates in FRA und LHR als auch bei der Ankunft in San Francisco wurden die Flüge mit Plakaten und besonderen Aktionen gefeiert. United Airlines hat für die Verabschiedung des Musters aus der Flotte einen eigenen Twitter-Hashtag #UA747Farewell eingerichtet.

UA892 war Uniteds letzter internationaler 747-Flug

Der letzte internationale Flug der 747 in United-Lackierung fand am 29. Oktober statt und führte als UA892 von Seoul-Incheon nach San Francisco. Jeder Passagier erhielt ein Zertifikat, dass er nun ein Teil der United-Geschichte sei sowie ein spezielles Amenity-Kit. Viele Luftfahrt-Enthusiasten waren bei den „Letztflügen“ an Bord, machten Selfies mit Crew-Mitgliedern und ließen sich Menükarten oder mitgebrachte Modelle von der Besatzung signieren.

Abschließend tourten die 747 noch inneramerikanisch und bedienten in der letzten Woche die United-Drehkreuze Chicago O’Hare, Newark und Denver. In dieser Woche starteten aber auch schon Boeing 747 der Airline von San Francisco zum Wüstenflugplatz Mojave, wo sie auf ihre Verschrottung warten. United ersetzt die Boeing 747-400 durch die Boeing 777-300ER, die Boeing 787 Dreamliner und den Airbus A350-900.

47 Jahre lang stand der Jumbo Jet bei United Airlines im Dienst. Am 7. November 2017 findet der letzte Flug des Musters im Dienst der United statt. © Volker K. Thomalla

United Airlines hatte ihre ersten Boeing 747-100 bereits im November 1966 bestellt und gehörte damit zu den ersten Airlines, die das Muster in Auftrag gegeben hatten. Boeing hatte im Juni 1970 die erste 747-100 an United übergeben, die auch in diesem Monat ihren Liniendienst aufnahm. Das Kennzeichen der ersten 747 in United-Diensten lautete N4703U.

Als einziger US-Carrier hat nun noch Delta Air Lines das Muster in der Passagierversion in seiner Flotte. Allerdings hat Delta auch schon angekündigt, dass der letzte Jumbo Jet noch in diesem Jahr außer Dienst gestellt wird. Delta setzt statt der 747 künftig den Airbus A350 XWB ein.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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