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Zu starker Wind in Everett verhindert Erstflug der 777X

Heute sollte die Boeing 777X eigentlich zu ihrem ersten Flug starten, nachdem dieser bereits gestern wetterbedingt hatte abgesagt werden müssen. Aber das Wetter im Nordwesten der USA spielte auch heute nicht mit: Der Wind war zu böig und zu stark für einen Erstflug. Boeings Testcrew sagte deshalb den Start ab.

24.01.2020

Die Vorbereitungen für den ersten Flug der 777-9 begannen schon vor Sonnenaufgang in Everett. © Boeing

Das häufig unberechenbare Wetter im Nordwesten der Vereinigten Staaten hat dem Erstflug der Boeing 777X heute zum zweiten Mal einen Streich gespielt. Erst musste der Jungfernflug von Boeings neuestem Großraumflugzeug gestern aufgrund niedriger Wolken und schlechter Sichten abgesagt werden, heute dann die erneute Enttäuschung für das Flugerprobungsteam: Nach dreieinhalb Stunden Wartezeit war klar, dass der Jungfernflug erneut verschoben werden muss.

Absage nach drei Stunden Wartezeit

Alles war vorbereitet: Die Kamerahubschrauber und das Chase Plane standen bereit, und die 777-9 mit dem Kennzeichen N777XW war ebenfalls fertig für ihren Jungfernflug. Doch nach dreieinhalb Stunden Wartezeit (mit abgeschalteten Triebwerken) neben dem Rollhalt der Piste 34L, während der die Crew auf ein Wetterfenster wartete, das ihr den Start in Richtung Norden ermöglichen würde, war klar: Das Wetterfenster würde sich nicht öffnen. Die Sichten lagen bei über 16 Kilometern, und einige wenige Wolken trieben sich in 1.000 Fuß Höhe herum, diese Bedingungen hätten einen Start erlaubt, aber Böen von 34 Knoten überschritten die Limits für den Erstflug eines neuen Musters.

Die Absage des Starts war konsequent und folgerichtig, da ein Take-off bei Rückenwind in dieser Stärke ein hohes Sicherheitsrisiko dargestellt hätte. Boeings Flugerprobungsteam wird nun die Wettervorhersagen der nächsten Tage analysieren und einen neuen Termin für den 777X-Jungfernflug ansetzen.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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