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A310 MRTT der Luftwaffe holt sechs Patienten aus Bergamo

Zur Entlastung der Krankenhäuser in den von der Covid-19-Pandemie am stärksten betroffenen Regionen holen europäische Partnerländer, die noch über Kapazitäten an Beatmungsplätzen verfügen, Patienten zur Behandlung ab. Die Luftwaffe hat gestern sechs Intensivpatienten aus Bergamo nach Köln/Bonn gebracht.

29.03.2020

In Bergamo übernahm das medizinische Personal der August Euler die Covid-19-Patienten. © Luftwaffe

Gestern hat die Luftwaffe mit dem Airbus A310 MRTT (taktisches Kennzeichen 10+25, Taufname August Euler) sechs an Covid-19 erkrankte Patienten aus Bergamo zur Weiterbehandlung nach Deutschland geholt. Der Medavac-Rüstsatz des Airbus A310 MRTT der Luftwaffe erlaubt den Transport von bis zu sechs Intensivpatienten und bis zu 38 weiteren liegenden Patienten.

A310 MRTT der Luftwaffe

Der Flug wurde über das EATC (European Air Transport Command) koordiniert. Der Airbus flog morgens vom Flughafen Köln/Bonn nach Bergamo und übernahm dort die sechs Patienten. Am Nachmittag traf der zweistrahlige Widebody dann wieder in Köln/Bonn ein. Der Flug sei keine besondere Herausforderung gewesen, sagte der Pilot des A310 MRTT, Hauptmann Schmidt, in einem Videobeitrag auf Twitter. Die Besatzung trage Schutzkleidung. Zwei der Patienten wurden in die Uniklinik nach Bonn verlegt, zwei nach Bochum und zwei nach Köln. Bislang hat Deutschland Intensivplätze für 73 Covid-19-Patienten aus Italien zur Verfügung gestellt.

Schutzkleidung für die Crew

Das medizinische Personal in der Kabine trägt während des gesamten Fluges Masken, zwei Paar Handschuhe, Schutzkittel, Kopfhaube und einen transparenten Sichtschutz, um eine Tröpfcheninfektion durch die Augen zu verhindern. Im Hangar der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung übernahmen Mediziner aus verschiedenen Kliniken die sechs Patienten und brachten sie zur Weiterbehandlung in die Krankenhäuser.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sagte zu dem Hilfseinsatz: „In Zeiten größter Not ist es selbstverständlich, dass wir unseren Freunden zur Seite stehen. Jede Hilf über Grenzen hinweg ist jetzt wichtig. Deshalb hilft die Bundeswehr mit unserer fliegenden Intensivstation der Luftwaffe beim Transport Schwerkranker aus Italien zur Behandlung nach Deutschland. Europa muss zusammenhalten.“

In Italien ist die Region Lombardei am stärksten von dem Ausbruch der Pandemie betroffen. Bislang hat es in ganz Italien über 10.000 Todesfälle gegeben.

Volker K. Thomalla

 

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