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Australien wird die MQ-4C Triton beschaffen

Die australische Regierung hat nun bestätigt, dass sie die lange geplante Bestellung der Aufklärungsdrohne MQ-4C Triton tätigen wird.  Die Seeaufklärungsdrohne wird ab 2023 geliefert.

2.07.2018

Die MQ-4C Triton absolvierte am 22. Mai 2013 in Palmdale ihren Erstflug. © Bob Brown/U.S. Navy

Australien wird sechs unbemannte, ferngesteuerte Riesen-Drohnen des Typs MQ-4C Triton beschaffen, gab der australische Premierminister Malcolm Turnbull. Das Land will insgesamt sechs der Fluggeräte beim Hersteller Northrop Grumman beschaffen. Die unbemannte Sensorplattformen sollen die 16 Seeaufklärungs- und U-Bootjagdflugzeuge vom Typ Boeing P-8 Poseidon ergänzen.

von links nach rechts: Wes Bush, der Vorstandsvorsitzende und CEO von Northrop Grumman, Malcolm Turnbull, der australische Ministerpräsident, Marise Payne, Verteidigungsministerin von Australien, Christopher Pyne, Australiens Minister für Rüstungsindustrie und Australien Luftwaffenchef, Air Marshal Leo Davies. © Northrop Grumman

Die Royal Australian Air Force (RAAF) wird die Triton betreiben. In einem ersten Los wird eine MQ-4C inklusive der benötigten Boden-Infrastruktur für 1,4 Milliarden australische Dollar (890 Millionen Euro) gekauft.

Aufklärungsplattform in 55.000 Fuß Höhe

Die ferngesteuerte MQ-4C Triton fliegt in Höhen von bis zu 55.000 Fuß (16.764 Meter) und liefert hochaufgelöste Fotos und Videos in „Fast-Echtzeit“. Aufgrund der großen Flughöhe deckt sie eine sehr große Fläche bei ihren Missionen ab. Da die einstrahlige Drohne über Satellitenkommunikation gesteuert wird, kann sie weltweit von einer zentralen Bodenstation aus gesteuert werden. Ihre Höchstflugdauer liegt nach Herstellerangaben bei rund 24 Stunden. „Triton bietet dank ihrer einzigartigen Sensorausrüstung eine bisher unerreichte Höchsteinsatzdauer und eine 360-Grad-Rundum-Überwachung“, sagte Doug Shaffer, Vorstandsmitglied für das Triton-Programm bei Northrop Grumman. „Australien hat eine der größten Meeresflächen der Welt, die es exklusiv nutzen darf. Als flexible Einsatzplattform kann Triton verschiedene Aufgaben erfüllen, von der Seeraumüberwachung über die Zielerfassung, Fischereischutz und Ölplattform-Überwachung bis hin zu humanitären Hilfsaktionen.“

Die Bundeswehr hat ebenfalls Interesse an der MQ-4C Triton als Nachfolgerin der Breguet Atlantic in der Rolle als SIGINT-Aufklärer. Größter Kunde für das System ist jedoch die US Navy. Sie plant die Beschaffung von 68 MQ-4C Triton, von denen die ersten beiden Exemplare bereits an die US Navy übergeben worden sind.

Bob Fischer

 

 

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