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Diplomaten der Deutschen Botschaft in Washington, D.C. haben die C-130J-Fertigung bei Lockheed Martin in Marietta im US-Bundesstaat Georgia besucht. Dabei gibt es noch gar keinen deutschen Auftrag für das Muster.

16.02.2018

Besuch des deutschen Gesandten bei Lockheed Martin

Der deutsche Gesandte Boris Ruge (ganz rechts) und der Verteidigungsattaché der deutschen Botschaft in Washington, Admiral Thomas Ernst, (3. von rechts) haben mit einer Delegation die C-130J-Fertigung in Marietta besucht. © Auswärtiges Amt

Deutschland will zur Ergänzung seiner Lufttransportkapazitäten sechs Turbopop-Transportflugzeuge vom Typ Lockheed Martin C-130J Super Hercules beschaffen. Diese Flugzeuge – drei Transporter C-130J sowie drei Transporter/Tanker KC-130J – will das Verteidigungsministerium in eine gemeinsame französisch-deutsche Einheit auf dem französischen Stützpunkt Evreux in der Normandie einbringen.

Es gibt noch keine Bestellung

Es gibt allerdings bislang noch keine formale Bestellung der Flugzeuge von deutscher Seite. Die französische Armée de l’Air hat dagegen Anfang dieses Jahres schon ihre erste C-130J Super Hercules in Empfang genommen. Deutschland und Frankreich wollen durch den gemeinsamen Betrieb der Transporter Kosten sparen, da eine kleine Flotte eines Musters relativ hohe Kosten zum Beispiel beim Training verursacht.

C-130J-Fertigung in Marietta

In dieser Woche besuchte eine Delegation der Deutschen Botschaft in Washington, D.C. unter der Leitung des Deutschen Gesandten Boris Ruge zusammen mit dem Militärattaché Admiral Thomas Ernst das Lockheed Martin-Werk in Marietta im US-Bundesstaat Georgia. Sie besichtigten dort unter anderem die Endmontagelinie der C-130J Super Hercules, wo gerade eine C-130J für Frankreich kurz vor ihrem Roll-out stand.

Der deutsche Militärattaché Admiral Ernst kennt sich mit der militärischen Luftfahrt gut aus, er begann seine Karriere als Flugzeugführer auf Panavia Tornado bei den Marinefliegern und führte unter anderem die fliegende Gruppe des Marinefliegergeschwaders 2 in Eggebek als Kommandeur.

Die Bundeswehr interessiert sich für weitere Produkte von Lockheed Martin. So hat der Luftwaffeninspekteur die F-35 Lightning II als Nachfolger des Tornados ins Spiel gebracht, und die Lockheed Martin-Tochter Sikorsky Aircraft stellt mit der CH-53K King Stallion einen potenziellen Kandidaten für den CH-53G-Nachfolger der Luftwaffe.

Volker K. Thomalla

 

 

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