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Erstflug von Boeings Betankungsdrohne MQ-25

Die Luftbetankungsdrohne MQ-25 Stingray macht Fortschritte. Ein erstes Textexemplar ist gestern bei Boeing in St. Louis zum autonomen Jungfernflug gestartet. Die US Navy hat einen Bedarf von 72 Exemplaren der autonomen fliegenden Tankstellen.

20.09.2019

Die Luftbetankungsdrohne Boeing MQ-25 Stingray hat am 19. September 2019 ihren ersten Testflug absolviert. © Boeing

Boeing hatte sich im vergangenen Jahr bei einem Wettbewerb des US-Verteidigungsministeriums für die Entwicklung und den Bau einer Luftbetankungsdrohne für die US Navy durchgesetzt. Gestern hat das unbemannte Luftfahrzeug den ersten Testflug erfolgreich in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri durchgeführt.

Bei seinem Flug wurde T1, so die Bezeichnung des ersten Prototyps, von einem Boeing-Testpiloten am Boden zwar überwacht, flog aber komplett autonom eine zuvor programmierte Strecke mit den vorbestimmten Flugmanövern und den eingegebenen Geschwindigkeiten ab. Nach zwei Stunden landete die MQ-25 Stingray wieder auf dem Startflugplatz.

Landung nach zwei Stunden

„Der heutige Flug ist ein aufregender und bedeutender Meilenstein für unser Programm und die Navy“, sagte Captain Chad Reed, der Programmleiter der US Navy für unbemannte Träger-Luftfahrzeuge (PMA-268). „Der Flug dieses Testgeräts zwei Jahre vor der ersten Auslieferung unserer ersten MQ-25 ist ein erster großer Schritt und eine Gelegenheit, früh zu lernen, wie die Kommandeure der Carrier Air Wing die bahnbrechenden Fähigkeiten nutzen können.“

Das Fluggerät flog unter einer zivilen Registrierung, die von der US-Luftfahrtbehörde FAA in diesem Monat erteilt worden war.

Der erste Auftrag für Boeing im Wert von 805 Millionen US-Dollar (691 Millionen Euro) umfasst die Entwicklung und den Bau von zunächst vier MQ-25. Diese sollen bis 2024 ausgeliefert sein. Insgesamt hat die US Navy einen Bedarf von 72 Fluggeräten dieser Art errechnet und dafür Finanzmittel in Höhe von 13 Milliarden US-Dollar (11,2 Milliarden Euro) in die Planung eingestellt.

Volker K. Thomalla

 

 

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