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Japan hat die Suche nach abgestürzter F-35A aufgegeben

Das Wrack der im April abgestürzten F-35A Lightning II der japanischen Luftstreitkräfte konnte nicht gefunden werden. Für die Untersuchung der Absturzursache stehen den Unfallermittlern aber umfangreiche Daten zur Verfügung. Das Flugverbot der F-35A der JASDF soll in Kürze aufgehoben werden.

5.06.2019

Bereits am 26. Januar 2018 traf die erste F-35A für die japanische Selbstverteidigungs-luftstreitkräfte (JASDF) auf dem Stützpunkt Misawa ein. © JASDF

Die japanischen Streitkräfte haben die Suche nach der am 9. April vor der japanischen Ostküste abgestürzten F-35A Lightning II aufgegeben, hat der japanische Verteidigungsminister Takeshi Iwayja in einem Interview mit einer Nachrichtenagentur bestätigt.

Neben den japanischen Streitkräften hatte sich auch die US Navy an der Suche nach dem Piloten und dem Flugzeugwrack beteiligt. Bei der Suche wurden einige kleiner Trümmerteile geborgen, darunter auch der stark beschädigte Flugdatenschreiber der F-35A, aber weder das Hauptwrack noch der Pilot wurden entdeckt.

Umfangreiche Suchmaßnahmen

Die Suchmannschaften haben große Anstrengungen unternommen, um das Wrack zu finden, denn sie wollen verhindern, dass russische oder chinesische Militärs die Überreste der F-35A bergen und analysieren. Diese Möglichkeit wird von der japanischen und der amerikanischen Regierung als sehr gering erachtet.

Die Japan Air Self-Defense Force (JASDF) stützt sich bei der Suche nach der Absturzursache sowohl auf den Datenrekorder als auch auf Informationen, die der Fighter per Datenübertragung bis zu seinem Absturz gesendet hat. Die JASDF wird in Kürze auch wieder die Flüge mit dem Muster aufnehmen, das seit dem Crash in Japan gegroundet war.

Im Dezember vergangenen Jahres hat Tokio bekanntgegeben, im Rahmen der mittelfristigen Rüstungsplanung zusätzlich zu den bereits bestellten 42 F-35 weitere 105 Exemplare zu bestellen. Bislang hat Japan lediglich die F-35A Lightning II bestellt. Bei dem Auftrag für die weiteren Stealth-Fighter will das Land aber auch bis zu 40 F-35B mit Kurzstart- und Senkrechtlande-Eigenschaften in Auftrag geben. Damit würde das Land zu dem zweitgrößten Betreiber der Lightning II avancieren.

Bob Fischer

 

 

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