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MALE-RPAS schafft die System-Entwurfsprüfung

Auf der ILA im April wurde ein 1:1-Modell der europäischen MALE-RPAS-Drohne erstmalig der Öffentlichkeit gezeigt. Nun ist das Programm einen Schritt weiter. Ende November hat der Entwurf die wichtige System-Entwurfsprüfung erfolgreich überstanden.

17.12.2018

Am 22. November 2018 wurde die vorläufige System-Entwurfsprüfung des europäischen Drohnenprojektes MALE-RPAS erfolgreich abgeschlossen. © Airbus

Das Preliminary Design Review (System-Entwurfsprüfung) ist ein extrem wichtiger Meilenstein für jedes Projekt. Mit dieser Prüfung werden die grundsätzlichen Auslegungskriterien inklusive der angestrebten Fähigkeiten festgelegt, so dass alle Projektbeteiligten mit der konkreten Entwicklung und Konstruktion nach abgestimmten Anforderungen und mit einer klaren Vorstellung vom Gesamt-Systemdesign beginnen können.

Das Projekt der europäische Drohne MALE-RPAS (Medium Altitude Long Endurance Remotely Piloted Aircraft System), das auf der ILA im vergangenen April in Berlin enthüllt worden ist, hat am 22. November die vorläufige System-Entwurfsprüfung erfolgreich bestanden. Mit der Vorstellung des Mock-ups auf der ILA endete eine zweijährige Definitionsphase, in der die Industriepartner Dassault Aviation, Airbus und Leonardo die Drohne gemeinsam definiert haben. Sie repräsentieren dabei die Länder Frankreich, Spanien, Italien und Deutschland, die alle Bedarf an diesem Fluggerät haben.

OCCAR hat ein Angebot angefordert

Die europäische Beschaffungsbehörde OCCAR (Organisation Conjointe de Coopération en matière d’Armement) hatte die Industriepartner aufgefordert, ein Angebot für die Entwicklung, Fertigung und die erste Phase des In-Service-Supports des MALE-RPAS-Programms abzugeben.

Bei dem Programm fungiert Airbus Defence and Space als Hauptauftragnehmer und wird deshalb die Antwort der Industrie auf die Ausschreibung gemeinsam mit  Dassault Aviation und Leonardo koordinieren.

MALE-RPAS soll weiträumig Nachrichten gewinnen, überwachen und aufklären. Dabei soll das Fluggerät in der Lage sein, sowohl über Krisengebieten ohne zivilen Luftverkehr als auch in Lufträumen mit zivilem Luftverkehr zu operieren. Bis Mitte des nächsten Jahrzehnts wird die von zwei Turboprop-Triebwerken angetriebene Drohne – so streben es die Industriepartner des Programms an – weltweit ISTAR-Missionen (Intelligence, Surveillance, Target Acquisition and Reconnaissance – Nachrichtengewinnung, Überwachung, Zielerfassung und Aufklärung) übernehmen.

 

 

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