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Späne im Öl: Marine stoppt Flugebtrieb mit Sea Lynx Mk 88A

Die Bordhubschrauber SeaLynx Mk 88A der Marine dürfen momentan nicht fliegen. Nachdem Techniker Metallablagerungen im Öl gefunden hatten und man nicht weiß, ob auch die Triebwerke anderer SeaLynx betroffen sind, hat die Marineführung entschieden, den Flugbetrieb mit dem Muster bis zur Klärung ruhen zu lassen.

12.12.2019

Nach dem Auffinden von Metallspänen im Öl hat die Marine den Flugbetrieb mit den 22 Sea Lynx Mk 88A ausgesetzt. © Bundeswehr/Jule Peltzer

Die Marine hat heute mitgeteilt, dass sie den Flugbetrieb mit ihren 22 Bordhubschraubern des Typs SeaLynx Mk 88A bis auf weiteres eingestellt habe. Das vorübergehende Flugverbot erfolgt prophylaktisch, nachdem Techniker bei der Kontrolle eine Zunahme von „metallischen Ablagerungen“ im Triebwerksöl bei mehreren Helikoptern festgestellt hatten. „Als Ursache für die metallischen Ablagerungen wurde ein Bauteil im Triebwerk identifiziert, das nicht den Spezifikationen entspricht und damit einen höheren metallischen Abrieb erzeugt. Im schlechtesten Fall könnte dies zum Ausfall eines Triebwerks im Flug führen“, teilte die Marine mit.

Analyse durch die Industrie

Derzeit sei man nicht in der Lage, mit Sicherheit festzustellen, welche Triebwerke betroffen sind, deshalb habe man aus Sicherheitsgründen den Flugbetrieb vorerst ausgesetzt. Die Marine hat die Industrie aufgefordert, die Ablagerungen zu analysieren und das davon ausgehende Risiko zu bewerten sowie erforderliche Maßnahmen zur Beseitigung des Problems festzulegen.

Die SeaLynx Mk 88A der Marine werden von jeweils zwei Rolls-Royce Gem-Wellenturbinen mit je 700 kW angetrieben. Da die Bordhubschrauber primär für die U-Bootjagd eingesetzt würden, ergäben sich durch das Aussetzen des Flugbetriebs keine Auswirkungen auf den unmittelbaren Einsatzbetrieb, so die Marine.

Volker K. Thomalla

 

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