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Suchoi beginnt mit der Serienproduktion der T-50

Das russische Verteidigungsministerium hat die erste Phase der Flugerprobung der T-50 PAK FA bei der Truppe für beendet erklärt. Suchoi hat nun den Auftrag erhalten, zwölf Exemplare des Fighters der fünften Generation an die Luft- und Weltraumkräfte zu liefern.

2.08.2017

Russlands Fighter der fünften Generation, die T-50, hat die erste Phase der Truppen-Akzeptanzversuche abgeschlossen. © Russian Ministry of Defense

Auf der Luftfahrtmesse MAKS in Moskau im Juli gehörte der Formationsflug von zwei Suchoi T-50-Fightern zu den Höhepunkten der Flugvorführungen. Generaloberst Viktor Bondarew, der Oberkommandierende der russischen Luft- und Weltraumkräfte, gab während der Messe bekannt, dass die erste Phase der Flugerprobung des Musters bei den Streitkräften erfolgreich abgeschlossen sei. Deswegen sei nun der Auftrag an den zur United Aircraft Corporation (UAC) gehörenden Hersteller Suchoi ergangen, ein erstes Los von zwölf Vorserienflugzeugen zu bauen. Die Fertigungslinie für den Fighter steht in Komsomolsk-on-Amur. Das erste Exemplar aus dieser Vorserie soll 2019 an die Streitkräfte geliefert werden.

Parallel dazu beginnt die zweite Phase der Truppenversuche mit der T-50 PAK FA, bei denen es um die Feinabstimmung der Systeme gehe.

Der zweistrahlige, einsitzige Jet wurde von Suchois Chefkonstrukteur Alexander Davydenko nach 2000 entworfen. Er ist extrem wendig und kann ohne Nachbrenner Überschallgeschwindigkeit erreichen (Supercruise). Er ist rund 20 Meter lang und weist eine Spannweite von 15 Meter auf. Das Flugzeug verfügt über Stealth-Eigenschaften mit einer sehr geringen Radarsignatur. Rund 25 Prozent der Flugzeugmasse entfallen auf Karbonfaser-Verbundwerkstoffe. Die Waffen können komplett im Flugzeugrumpf mitgeführt werden.  Für Einsätze, bei denen es nicht auf Stealth-Eigenschaften ankommt, besteht die Möglichkeit, zusätzliche Waffen an sechs externen Pylonen mitzuführen.

Leistungsstarke Radars und Stealth-Eigenschaften

Das SH-121 X-Band-Radar in der Nase der T-50 PAK FA ist ein Active Phased Array Radar, also eines mit elektronischer Strahlschwenkung. Nach offiziellen Angaben ist es auf 1.500 einzelnen Sende- und Empfangsmodulen aufgebaut und kann Ziele bis zu einer Entfernung von 400 Kilometern orten. Es soll in der Lage sein, bis zu 60 Ziele gleichzeitig zu verfolgen und bis zu 16 Ziele parallel zu bekämpfen. Daneben sind auch noch ein L-Band- sowie ein Ka-Band-Radar an verschiedenen Stellen im Rumpf und den Flächen des Fighters integriert.

Das russische Verteidigungsministerium nennt als maximale Geschwindigkeit der T-50 PAK FA 2.600 km/h. Die Reichweite wird mit 5.500 Kilometern beziffert, die maximale Flughöhe mit 20 Kilometern.  Derzeit treiben noch zwei AL-41FS (ITEM 1175)-Triebwerke mit Schubvektorsteuerung den 35 Tonnen schweren Fighter an. Ab 2020 soll eine verbesserte und schubstärkere Version dieser Triebwerke (ITEM 129) serienreif sein und in die T-50 PAK FA integriert werden.

Volker K. Thomalla

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