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Tiger der Bundeswehr dürfen wieder fliegen

Ab der nächsten Woche werden die ersten Kampfhubschrauber Tiger der Bundeswehr wieder abheben dürfen. Die Bolzen der Rotorsteuerung, die zu einem Flugverbot für das Muster geführt haben, werden ausgetauscht.

9.08.2019

Ein Tiger vom Kampfhubschrauberregiment 36 ,,Kurhessen" aus Fritzlar über dem Truppenübungsplatz Oberlausitz. © obs/Presse- und Informationszentrum des Heeres/Marco Dorow

Das seit einer Woche bestehende Flugverbot für den Kampfhubschrauber Tiger bei den Heeresfliegern wurde aufgehoben. Der Flugsicherheitsausschuss, dem Experten des General Flugsicherheit, des Bundesverteidigungsministeriums und der Industrie angehören, hat auf seiner Sitzung am 8. August beschlossen, dass die Bolzen der Rotorsteuerung, die an sicherheitsrelevanten Stellen verbaut wurden und eventuell schadhaft sein könnten, umgehend ausgetauscht werden. Eine Information des Herstellers Airbus Helicopters über Bolzen, die möglicherweise nicht den Spezifikationen entsprechen, hatte zu dem Grounding aller 53 Kampfhubschrauber Tiger bei der Bundeswehr geführt.

Materialprüfung wurde angeordnet

Das Verteidigungsministerium hat ein Materialprüfungsverfahren angeordnet. Ersatzbolzen stehen nach Angaben des Presse- und Informationszentrums Heer in ausreichender Zahl zur Verfügung. „Die Austauscharbeiten haben bereits begonnen, sodass voraussichtlich in der nächsten Woche der Flugbetrieb mit dem Kampfhubschrauber Tiger sukzessive wiederaufgenommen werden kann“, teilte das Heer mit. Der sichere Flugbetrieb sei zu keiner Zeit gefährdet gewesen.

Die betroffenen Bolzen sind auch an nicht-sicherheitsrelevanten Stellen im Tiger und in den Helikoptern NH90 und EC135 verbaut. Diese werden nun im Rahmen von Routine-Wartungen nach und nach ausgetauscht.

Volker K. Thomalla

 

 

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