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Brasilien ordert weitere C295 für SAR-Aufgaben

Die Luftstreitkräfte Brasiliens haben eine weitere C295 bei Airbus bestellt. Das zweimotorige Turbopop-Flugzeug soll vor allem für Such- und Rettungsaufgaben zum Einsatz kommen. 

27.01.2018

Die brasilianische Luftwaffe hat erst im Juni 2017 ihre erste C295 für SAR-Aufgaben in Dienst gestellt. Nun hat sie ein weiteres Exemplar bestellt. © Airbus

Bereits Ende des letzte Jahres hat Brasilien für seine Luftstreitkräfte, die Fuerza Aérea Brasileña (FAB), ein weiteres Turbopro-Flugzeug vom Typ C295 bei Airbus Defence bestellt. Der Auftrag kam durch die Umwandlung einer bereits 2014 ausgesprochenen Option zustande. Die Bestellung ist im Auftragsbuch von 2017 enthalten, wie erst jetzt bekannt wurde. Wenn das Flugzeug ausgeliefert ist, wird die C295-Flotte der FAB aus insgesamt 15 Flugzeugen bestehen.

Brasilien will drei C295 SAR betreiben

Die FAB betreibt die Flugzeuge unter der Bezeichnung C-105 Amazonas beziehungsweise SC-105 Amazonas. Von den bisher an die FAB übergebenen Flugzeugen sind ein Dutzend als Transporter (C-105) konfiguriert und eine als Rettungsflugzeug (SC-105) für SAR-Missionen. Die zweite C295 für diese Rolle wird 2019 ausgeliefert, die dritte – das jetzt bestellte Exemplar – 2020.

Die Transportversion der C295 heißt bei der brasilianische FAB C-105 Amazonas. © Johnson/Agência Força Aérea

Auf der Paris Air Show im Juni des vergangenen Jahres hatte Airbus das erste SAR-Flugzeug für Brasilien gezeigt. Direkt vom Aérosalon ging das Flugzeug auf eine fünfwöchige Demotour, die durch vier Kontinente führte. Dabei demonstrierte die C295 potenziellen Kunden ihre Fähigkeiten bei der Seeaufklärung und bei Such- und Rettungsaufgaben. Nach der Demotour stellte die FAB das  von zwei Turboprops des Typs Pratt & Whitney Canada PW127G angetriebene Flugzeug beim 2. Geschwader der 10. Aviation Group, der so genannten Pelican Squadron in Campo Grande im Bundesstaat Mato Grosso do Sul in Dienst.

FLIR ermöglicht Sucheinsätze bei Nacht

Die SC-105 ist in der Lage, bis zu elf Stunden in der Luft zu bleiben. Ihre Reichweite beträgt über 3.000 nautische Meilen (5.600 Kilometer). Für die Suchaufgaben ist ein Radar vom Typ Elta EL/M-2022A(V) Model 3 unter dem Rumpfbug integriert. Es ist in der Lage, in einem Radius von 360 Kilometern, bis zu 640 Ziele gleichzeitig zu verfolgen, wobei es sich dabei sowohl um bewegliche Ziele am Boden als auch auf See handeln kann. Unter dem Bug ist ebenfalls ein nach vorne gerichtetes Infrarotsichtgerät vom Typ Star Safire III installiert, das Sucheinsätze bei Nacht ermöglicht.

Insgesamt wurden bisher mehr als 200 C295 von 26 Ländern bestellt, darunter Spanien, Algerien, Polen, Tschechien, Thailand, Portugal, Kolumbien, Jordanien, Finnland, Argentinien und Ägypten.

Bob Fischer

 

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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