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Das Pentagon hat 141 weitere F-35 Lightning II geordert

Das US-Verteidigungsministerium und Lockheed Martin haben einen Vertrag über die Lieferung von 141 weiteren F-35 Lightning II geschlossen. Mit dem neuen Fertigungslos sinkt der Preis der F-35A erstmalig unter 90 Millionen US-Dollar. Davon profitieren auch die ausländischen Kunden des Joint Strike Fighters.

2.10.2018

Der Preis für den Kauf einer F-35A Lightning II ist mit dem Fertigungslos Lot 11 auf unter 90 Millionen US-Dollar pro Flugzeug gesunken. © U.S. Air Force/Senior Airman Alexander Cook

Am vergangenen Freitag hat das Pentagon Lockheed Martin mit der Produktion von 141 weiteren F-35 Lightning II beauftragt. Der Wert des Fertigungsloses beträgt 11,5 Milliarden US-Dollar (9,91 Milliarden Euro). Bei dem Los LRIP 11 (Low Rate Initial Production) kostet eine F-35A nun 89,2 Millionen US-Dollar, eine F-35B 115,5 Millionen Dollar und eine F-35C 107,7 Millionen US-Dollar. Damit liegen die Stückkosten der Flugzeuge beim LRIP 11 zwischen 5,7 und 11,1 Prozent unter denen beim vorhergehenden Fertigungslos.

Lockheed Martin hat mehrfach betont, dass der Kauf größerer Baulose zu besseren Einkaufsbedingungen und niedrigeren Beschaffungskosten führen würde. Das LRIP 11 enthält 91 Flugzeuge für die verschiedenen US-Teilstreitkräfte, 28 F-35 für internationale Programmpartner-Nationen sowie 22 F-35, die im Rahmen von Foreign Military Sales von der US-Regierung an verbündete Nationen verkauft werden. Die ersten Flugzeuge des neuen Fertigungsloses sollen 2019 übergeben werden.

Weitere Preissenkungen sind angestrebt

„Die Senkung der Kosten ist ein kritischer Faktor für den Erfolg dieses Programms“, sagte Vizeadmiral Mit Winter, der F-35 Program Executive Officer. „Wir liefern, was wir versprochen haben, um den besten Preis für unsere Steuerzahler und Soldaten zu bekommen.“

Doch der Hersteller will die Kosten noch weiter senken. Greg Ulmer, Vorstandsmitglied und General Manager für die F-35, sagte nach der Vertragsunterzeichnung: „Diese Vereinbarung ist ein bedeutender Schritt nach vorne für das F-35-Programm. Durch die Erhöhung der Produktionszahlen und verschiedene Kostensenkungsprogramme sind wir auf Kurs, um die Kosten für eine F-35A bis 2020 auf 80 Millionen US-Dollar zu reduzieren. Diese Summe entspricht dem Preis für ältere Flugzeugmuster, während die F-35 aber einen gewaltigen Sprung bei den Fähigkeiten darstellt.“

Von den niedrigeren Preisen für das Muster profitieren auch die Partnernationen. Die Niederlande werden 2019 beispielsweise acht F-35A erhalten.

Lockheed Martin hat bislang 320 F-35 aller drei Versionen ausgeliefert. Sie sind auf 15 Stützpunkten auf der ganzen Welt verteilt. Rund 680 Piloten und 6.200 Techniker haben bis heute ihr Training auf dem Muster absolviert. Die weltweite Lightning-II-Flotte hat 155.000 Flugstunden gesammelt und verbessert nun durch Hard- und Softwareanpassungen kontinuierlich ihre Zuverlässigkeit.

Bob Fischer

 

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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