Homepage » Militär » Die Luftwaffe hat alle drei neuen Global 6000 übernommen

Die Flotte der Flugbereitschaft des Bundesverteidigungsministeriums ist innerhalb von nur drei Monaten um drei nagelneue Ultralangstreckenjets Bombardier Global 6000 gewachsen. 

3.12.2019

Der Bombardier Global 6000 mit dem Kennzeichen 14+05 wurde im September 2019 an die Luftwaffe übergeben. © Team Luftwaffe

Die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) hat nach Angaben der Luftwaffe alle drei bestellten Ultralangstreckenjets des Typs Bombardier Global 6000 erhalten. Erst im Juni hatte die Bundeswehr die drei Flugzeuge geordert, nun sind bereits alle drei Regierungsjets im Dienst. Das war wohl die schnellste Beschaffung von Großgerät in der Geschichte der Bundeswehr.

Global 6000 der Flugbereitschaft

Der Bundestag hatte den Kauf der neuen Flugzeuge genehmigt, um einerseits die Flotte zu verstärken, aber andererseits auch die Zuverlässigkeit der durch die Flugbereitschaft durchgeführten Flüge zu erhöhen. Die Global 5000 und Global 6000 werden von der Flugbereitschaft hauptsächlich im so genannten parlamentarischen Flugbetrieb eingesetzt, das heißt, bei Flügen von hochrangigen Politikern und Delegationen.

Global 5000: Totalschaden nach Notlandung

Erst in diesem Jahr hatte die Luftwaffe einen ihrer vier Global 5000 als Totalschaden abschreiben müssen. Im April war der zweistrahlige Jet aus der Wartung bei der Lufthansa Bombardier Aviation Services (LBAS) kommend, beim ersten Flug nach der Instandhaltung verunglückt. Nur dem fliegerischen Können der Crew war es zu verdanken, dass es bei der Notlandung auf dem Flughafen Schönefeld keine Verletzten oder Todesopfer zu beklagen gab.

Eine vom General Flugsicherheit erarbeitete Untersuchung des schweren Zwischenfalls offenbarte, dass „handwerkliche Fehler bei Einbau- und Einstellarbeiten“ das Unglück ausgelöst hatten. Eine zentrale Komponente der Flugsteuerung war falsch herum installiert worden, so das die Ruder falsch herum ausschlugen. Bei der Kontrolle des Flugzeugs vor dem Start hatte auch die Besatzung den Fehler nicht bemerkt. Bei der Notlandung hatten Beschleunigungskräfte von bis zu 5,8 g auf den Jet gewirkt und die Struktur so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass eine Reparatur nicht mehr wirtschaftlich war.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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