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Die RAF nimmt RC-135W Rivet Joint Simulator in Betrieb

Die Besatzungen der Aufklärungsflugzeuge RC-135W Rivet Joint der britischen Royal Air Force (RAF) müssen zum Flugtraining jetzt nicht mehr in die USA reisen. Auf ihrer Basis Waddington hat die RAF nun einen modernen Simulator für das betagte SIGINT-Flugzeugmuster in Betrieb genommen. 

26.02.2020

Auf der RAF-Basis in Waddington hat die britische Royal Air Force einen Flugsimulator für die RC-135W Rivet Joint aufgestellt. © RAF/Crown Copyright

Die britische Royal Air Force (RAF) hat jetzt auf dem Stützpunkt Waddington in Mittelengland ihren neu aufgestellten Flugsimulator für das Aufklärungsflugzeug RC-135W Rivet Joint der Fachpresse vorgestellt. Die United States Air Force (USAF) und die RAF sind die einzigen Luftstreitkräfte, die das Muster verwenden. Die USAF betreibt 17 Exemplare, die RAF 3. Bislang mussten die Crews der RAF zum Trainieren immer nach Nebraska in die Vereinigten Staaten fliegen. Mit der Inbetriebnahme des Rivet Joint Operational Flight Trainers entfallen diese Reisen nun. Außerdem ersetzt der Simulator reale Flugstunden im echten Flugzeug.

RC-135W Rivet Joint

Der Simulator mit der Bezeichnung OFT-4 ist ein Full Motion-Simulator und steht den Crews der RAF und der USAF zur Verfügung. Sein Cockpit entspricht dem aktuellen Baustandard des Flugzeugs und ist mit Farbbildschirmen bestückt. Die Software erlaubt auch die Simulation von komplexen Missionen wie beispielsweise die Luftbetankung.

Das Trainingsgerät steht in einem eigens dafür errichteten Gebäude, das allerdings schon im Mai 2018 nach 22-monatiger Bauzeit fertig gestellt war. Der Simulator ist 6,70 Meter hoch und 7,31 Meter lang. Deswegen wurde er im vergangenen Jahr mit einer Antonow An-124 vom Hersteller zu seinem Aufstellort in der Grafschaft Lincolnshire transportiert.

Gemeinsames USA-UK-Programm

„Die Rivet Joint-Flugzeuge verfügen über die weltweit besten elektronischen Aufklärungsfähigkeiten aus der Luft und sind ein einzigartiges, kooperatives Programm zwischen Großbritannien und den USA“, sagte Air Vice-Marshal Harv Smyth, der Air Officer Commanding Number 1 Group. „Die Fähigkeiten von Rivet Joint sind phänomenal. Der wirkliche Erfolg des Programms liegt in den Besatzungen aus beiden Nationen und ihrem kooperativen Lernen. Wir haben eine gleichberechtigte Stimme, die ihr Gewicht in Gold wert ist. Wir sind ein Team.“

Die SIGINT-Flugzeuge (Signal Intelligence) sind in der Lage, mit ihrer Vielzahl an unterschiedlichen Antennen über ein sehr breites Frequenzspektrum elektronische Signale aufzufangen, ihre Herkunft zu lokalisieren und sie zu analysieren. Die Ergebnisse können zur Vervollständigung eines Lagebildes annähernd in Echtzeit allen notwendigen Kommandoebenen gestellt werden. Die Royal Air Force beabsichtigt, ihre Rivet Joint-Flugzeuge noch bis voraussichtlich 2045 zu betreiben.

Bob Fischer

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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