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Die USAF belegt ein Drittel ihrer C-130 mit einem Flugverbot

Rund ein Drittel der C-130-Flotte der US Air Force (USAF) darf erst wieder nach einer Inspektion der Tragflächenverbindungen starten. Risse, die bei einer Instandhaltung entdeckt worden sind, führten zu dem vorübergehenden Flugverbot für das Arbeitspferd der Air Force. 

10.08.2019

Eine C-130J der USAF im Anflug auf die Ramstein Air Force Base. © Bob Fischer

Die United States Air Force (USAF) verfügt derzeit über eine Flotte von 450 taktischen Militärtransportern des Musters C-130 Hercules. General Maryanne Miller, die Kommandeurin des Air Mobility Command (AMC), hat nun als Vorsichtsmaßnahme 123 dieser Flugzeug vorübergehend stillgelegt. Grund für das Grounding waren atypische Risse in der Verbindung zwischen dem Flügelmittelstück und den Tragflächen, dem so genannten Rainbow Fitting, die während einer Depot-Instandhaltung entdeckt worden waren.

Rainbow Fittings machen Probleme

Die C-130 Hercules ist ein Arbeitspferd der USAF und wird bei ihren Missionen nicht geschont. Ein Problem mit Rissen in den Rainbow Fittings älterer C-130 war schon einmal 2006 aufgetaucht. Dank damals neu entwickelter Inspektionsmethoden hatte man das Problem in den Griff bekommen.

Kein neues Problem: Auf diesem Foto aus dem Jahr 2009 zeigt ein Techniker auf die Rainbow Fittings einer C-130H-Tragfläche, wo schon damals Risse entdeckt worden sind . © U.S. Air Force/Sue Sapp

Um nun ein mögliches Sicherheitsrisiko auszuschließen, müssen die betroffenen 123 Hercules der Baureihen C-130H und C-130J nun einer gesonderten Inspektion unterzogen werden. Die Maßnahme betrifft nur Flugzeuge, die über 15.000 Flugstunden aufweisen und bislang nicht mit dem neuen zentralen Flügelkasten (Extended Service Life Center Wing Box) ausgestattet wurden.

In der Regel dauert die Untersuchung der Struktur acht Stunden. Sollten dabei Risse entdeckt werden, wird das betroffene Flugzeug zu einer Depot-Instandhaltung geschickt. Die Reparatur der Rainbow Fittings kann bis zu zwei Monate in Anspruch nehmen. Ersatzteile seien ausreichend vorhanden, aber derzeit ist noch nicht absehbar, ob die Kapazitäten der Werkstätten ausreichen, da man noch nicht weiß, wie viele Flugzeuge Risse aufweisen.

Flugzeuge ohne Risse kehren umgehend in den Dienst zurück, so das AMC. Das AMC betont, dass man davon ausgehe, dass die vorübergehende Maßnahme keinen negativen Einfluss auf derzeit laufende Missionen beziehungsweise Operationen habe.

Bob Fischer

 

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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