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Französische Mirage F1 als Aggressoren

Die französische Regierung steht mit zwei US-Unternehmen in Verhandlung über den Verkauf von 64 Mirage F1 der Armée de l'Air. 

3.07.2017

Die französischen Mirage F1 stehen vor einem Verkauf an das US-Trainingsunternehmen ATAC. © Bob Fischer

Die beiden US-Unternehmen Airborne Tactical Advantage Company (ATAC) und Draken International haben Interesse an dem Kauf von bis zu 64 Mirage F1, die bis vor drei Jahren bei der französischen Armée de l’Air im Dienst standen. Nach Informationen der französischen Zeitung La Tribune beträgt der angestrebte Verkaufspreis für die Flugzeuge 25 Millionen Euro.

Die Armée de l’Air hat die F1 am 13. Juni 2014 nach 41 Jahren außer Dienst gestellt und durch Mirage 2000 und Dassault Rafale ersetzt. Ein letzter Flug des Musters fand im Rahmen der Militärparade auf dem Champs-Elysées am 14. Juli 2013 statt. Danach wurden die Kampfflugzeuge auf dem Fliegerhorst Châteaudun eingemottet.

Luftkampftraining und Zieldarstellung

Beide US-Unternehmen bieten mit ihren zivil registrierten Fightern Luftkampftraining und Zieldarstellung für verschiedene Teilstreitkräfte der US-Streitkräfte an. Die Mirage F1 sollen auch in dieser Rolle zum Einsatz kommen. Draken International betreibt dazu eine Flotte von 80 Kampfflugzeugen. Das Unternehmen nimmt beispielsweise mit L-159 ALCA  am Fighter Weapons Instructor Training auf der Leeuwarden Air Base teil.

Draken International scheint das industriell bessere Angebot für Europa unterbreitet zu haben. Um die französischen Mirage F1 wieder auszumotten und zurück in die Luft zu bringen, will das Unternehmen auf die Dienste der belgischen Firma (und Dassault-Tochter) Sabca zurückgreifen, die sich auf die Modernisierung von Militärflugzeugen spezialisiert hat. Außerdem soll die französische Forma Secamic Arbeiten übernehmen. Sie beschäftigt sich hauptsächlich mit der Überholung von gebrauchten Militärflugzeugen.

Bob Fischer

Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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