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Indien kauft Sikorsky MH-60R Seahawk und weitere AH-64E (I) Apache

Gute Nachrichten für die Lockheed Martin-Tochter Sikorsky Aircraft: Indien hat einen Vertrag zum Kauf von 24 Marinehubschraubern MH-60R Seahawk unterzeichnet. Außerdem beschafft das Land über ein Regierungsgeschäft mit den USA sechs zusätzliche Boeing AH-64E (I) Apache Guardian.

27.02.2020

Das indische Kabinett hat 2,6 Milliarden US-Dollar für den Kauf von 24 Hubschraubern des Typs Sikorsky MH-60R freigegeben. © US Navy

Während des Staatsbesuchs von US-Präsident Donald Trump in Indien hat die indische Regierung zwei Helikopter-Deals unter Dach und Fach gebracht. Das Land wird als Ersatz für seine Marinehubschrauber Westland Sea King Mk. 42B/C insgesamt 24 Sikorsky MH-60R Seahawks kaufen. Zusätzlich erhöht die indische Armee die Zahl der von ihr bestellten Kampfhubschrauber AH-64E (I) Apache Guardian um sechs Exemplare.

Das indische Sicherheitskabinett, dass die finanziellen Mittel für Rüstungsgeschäfte freigeben muss, hatte in der Vorwoche für den Kauf der MH-60R 2,6 Milliarden US-Dollar (2,36 Milliarden Euro) und für den Kauf der AH-64E (I) nebst Bewaffnung 930 Millionen US-Dollar (846 Millionen Euro) genehmigt. Die Hubschrauber sollen innerhalb von fünf Jahren nach der Vertragsunterzeichnung geliefert werden, wobei die erste MH-60R schon 2021 erwartet wird.

Umfangreiche Bewaffnung

Indien wird alle Hubschrauber im Rahmen eines Foreign Military Sales (FMS) direkt von der US-Regierung kaufen. Vertragspartner für die Hersteller Sikorsky Aircraft und Boeing ist das US-Verteidigungsministerium. Da die MH-60R in Indien sowohl Überwasser-Einheiten als auch U-Boote bekämpfen sollen, bestellt das Land auch Mk. 54-Torpedos, AGM-114 Hellfire-Raketen sowie Bordkanonen. Es wird erwartet, dass die Indian Navy beim norwegischen Rüstungskonzern Kongsberg auch den Seezielflugkörper NSM (Naval Strike Missile) für die MH-60R in Auftrag geben wird.

Die indische Marine hat einen hohen Bedarf an neuen Helikoptern, besonders solchen, die Schiffe vor U-Booten schützen können. Doch Rüstungsprogramme benötigen in dem Land immer sehr viel Zeit. Schon seit 2005 sucht die Indian Navy einen Ersatz für ihre 30 Exemplare umfassende Sea King-Flotte, von denen nur noch wenige einsatzbereit sind. Die ersten Sea Kings wurden 1986 geliefert, sind also schon 36 Jahre im Einsatz. 2014 hatte sich die Marine bereits nach einer mehrjährigen Evaluierung für die Sikorsky S-70B Seahawk entschieden, doch die Verhandlungen über einen Kauf scheiterten, da sich beide Seiten nicht über den Preis einigen konnten.

Indien betreibt auch 17 U-Bootjagd-Hubschrauber des Typs Kamow Ka-28, die bis 2021 modernisiert werden.

Bob Fischer

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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