Homepage » Militär » Japanische V-22 trainieren zusammen mit US-Streitkräften

Japanische V-22 trainieren zusammen mit US-Streitkräften

Die japanischen Streitkräfte haben ihre ersten vier Kipprotorflugzeuge V-22B Osprey übernommen. Da es Probleme bei der Stationierung der Flugzeuge in Japan gibt, belässt die Regierung ihre V-22B vorübergehend in den USA, wo die Besatzungen und Techniker zusammen mit US-Crews trainieren. 

24.07.2019

Eine V-22B der japanischen Streitkräfte im Formationsflug mit einer V-22 des US Marine Corps. © JGSDF

Japan ist der erste Exportkunde für das Kipprotorflugzeug V-22 Osprey. Das japanische Parlament hatte 2015 die Mittel für die Beschaffung von 17 V-22B Osprey des Baustandards Block C freigegeben. Im August 2017 wurde das erste Flugzeug an Japan übergeben, allerdings blieb das Flugzeug in den USA, wo die japanischen Besatzungen und Techniker auf dem Muster geschult werden. Der Baustandard Block C entspricht den MV-22B des US Marine Corps.

JGSDF V-22B Osprey

Im Juli dieses Jahres haben die japanischen Streitkräfte ihre vierte V-22B übernommen. Auch dieses Flugzeug wurde nicht nach Japan, sondern zur Marine Corps Air Station New River im US-Bundesstat North Carolina geliefert. Die Japan Ground Self-Defense Force (JGSDF) hat nun erste Fotos von ihren V-22B veröffentlicht, die diese beim Training mit V-22 der US-Streitkräfte zeigen.

Japan hält über seine V-22 Osprey einen Schleier der Geheimhaltung und hat bislang wenige Informationen veröffentlicht. Es ist bekannt, dass das Land seine Kipprotorflugzeuge bei Spezialmissionen wie beispielsweise Befreiung von Geiseln oder Kommandomissionen einsetzen will. Dazu sollen sie zusammen mit F-35B Lightning II-Kampfflugzeugen auf den beiden Hubschrauberträgern Izumo und Kaga stationiert werden. Die beiden Träger sind die größten Schiffe der japanischen Streitkräfte seit dem Ende des ZweitenWeltkrieges und haben bei einer Länge von 248 Metern eine maximale Verdrängung von 27.000 Tonnen.

Die japanischen Streitkräfte wollen die V-22B landseitig auf dem Saga Airport nordöstlich von Nagasaki stationieren. Dort gibt es allerdings erhebliche Sicherheitsbedenken und Widerstand der Bevölkerung, was dazu führte, dass Japan die Flugzeuge erst einmal in den USA belässt. Auch eine angestrebte Zwischenlösung in Form einer temporären Stationierung auf der Basis Kisarazu in der Nähe von Tokio scheiterte am Widerstand der Bevölkerung. In Kisarazu unterhalten die US-Streitkräfte bereits eine Basis für die Depot-Maintenance ihrer V-22.

Bob Fischer

 

 

Folgen Sie uns auf Twitter
Liken Sie uns auf Facebook

 

 

Schon gelesen? 

V-22 Osprey erreichen 400.000 Flugstunden

Erste V-22 für Japan beginnt mit Bodentests

350. V-22 Osprey an US-Streitkräfte übergeben

 

Über Bob Fischer

zum Aerobuzz.de
Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.