Homepage » Militär » Kanada kauft wegen C Series-Streit keine F/A-18 Hornet in den USA

Kanada kauft wegen C Series-Streit keine F/A-18 Hornet in den USA

Der Streit um die Importzölle für die C Series-Flugzeuge zwischen Kanada und den USA hat Folgen für Boeing. Kanada wird nicht wie geplant 18 neue F/A-18E/F Super Hornets in den Vereinigten Staaten kaufen, sondern beschafft sich stattdessen gebrauchte F/A-18 Hornets aus Australien.

14.12.2017

Eine CF-188 Hornet der Royal Canadian Air Force im Flug über dem Irak während der Operation IMPACT im November 2015. © Royal Canadian Air Force

Das kanadische Verteidigungsministerium hat jetzt offiziell angekündigt, dass es nicht länger plant, als Ersatz für die alternden CF-18 einige neue F/A-18E/F Super Hornets in den Vereinigten Staaten zu kaufen. Eine solche Reaktion wurde bereits direkt nach der Erhebung einer Einfuhrsteuer durch die USA in Höhe von 300 Prozent für die kanadischen C Series-Verkehrsflugzeuge in Betracht gezogen, doch nun ist die Maßnahme auch offiziell verkündet worden.

Reaktion auf Importzölle für die C Series

Die Kanadier wollen nun anstelle der 18 Super Hornets die gleiche Anzahl von gebrauchten F/A-18 Hornets in Australien kaufen. Die Annullierung des angekündigten Auftrags bei Boeing ist eine direkte Reaktion auf die Importzölle für die C Series-Flugzeuge. Boeing hatte sich beim US-Handelsministerium für Sanktionen gegen den kanadischen Hersteller Bombardier stark gemacht, nachdem dieser 75 Bombardier C Series-Flugzeuge an Delta Air Lines zu einem Preis unterhalb des Erstellungspreises verkauft hat. Die Zölle sollten zunächst 229 Prozent des Verkaufspreises betragen, später wurden sie auf fast 300 Prozent erhöht.

 

Die kanadische Regierung hatte am Dienstag an den US-Hersteller gerichtet gesagt, dass sie in der gegenwärtigen Situation keine Chance für einen staatlichen Auftrag an Boeing sehe.

Als Reaktion auf die Importzölle hatte Bombardier Airbus die Mehrheit an der C Series-Produktionsfirma übertragen. Airbus wird das Flugzeugmuster in Mobile im US-Bundesstaat Alabama bauen. Airbus und Bombardier hoffen, so die Importzölle für die CS100 und die CS300 für US-Airlines zu vermeiden, da das Flugzeug ja in den USA gebaut wird.

Bob Fischer

 

 

Weitere Beiträge zu diesem Thema:

Egyptair will bis zu 24 Bombardier CS300 kaufen

Airbus übernimmt Mehrheit bei Bombardiers C Series

Bombardier liefert 200. Challenger 350 aus

 

Über Bob Fischer

zum Aerobuzz.de
Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.