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Lockheed Martins T-50A absolviert 100. Flug

Lockheed Martin hat in dieser Woche den 100. Flug mit dem überschallschnellen Trainer T-50A absolviert und damit seine Ambitionen im Wettbewerb um den nächsten Jettrainer der US Air Force unterstrichen.

Lockheed Martins T-50A (TX-2) hat 100 Flüge im Rahmen des Erprobungsprogramms absolviert. Das Flugzeug war auch auf verschiedenen Air Shows zu sehen. © Lockheed Martin Aeronautics

Die US Air Force (USAF) sucht mit dem Advanced Pilot Training-Wettbewerb (APT) einen Nachfolger für den Fortgeschrittenen-Trainer T-38 Talon. Dem Gewinner des Wettbewerbs winkt allein im ersten Los ein Auftrag über 350 Flugzeuge plus Bodensysteme. Potenziell können daraus auch Aufträge für rund 1.000 Flugzeuge erwachsen. Deshalb ist der Wettbewerb für die Hersteller von hoher Bedeutung. Lockheed Martin schickt die T-50A ins Rennen. Zwei Exemplare des Musters, das auf dem koreanischen Jet T-50 Golden Eagle beruht, fliegen in den USA. In dieser Woche flog das zweite Exemplar, TX-2, von Greenville in South Carolina die 100. Mission des Musters. Dass zeige, so Lockheed Martin, das niedrige Risiko und die bereits heute bestehende Einsatzbereitschaft des Flugzeugs.

Niedriges Risiko, hohe Einsatzbereitschaft

Das T-50A-Team des Herstellers begann mit dem Flugbetrieb in Greenville im November letzten Jahres, um die erforderlichen Flugtestdaten für den Wettbewerb im Juni dieses Jahres einreichen zu können. „Wir haben mit den Flugtestdaten in unserem Angebot die Anforderungen der US Air Force erfüllt. Trotzdem setzen wir mit unserem Team den Flugbetrieb fort und fliegen regelmäßig, um die Piloten auf dem Muster fit zu halten, und das Flugzeug betriebsbereit zu haben“, sagte Doug Batista, der Programm-Direktor für die T-50A.

„Auf diesem besonderen Flug haben  wir Luftkämpfe und Luft-Boden-Angriffe simuliert und Instrumentenflug trainiert“, sagte Elliott „Hemo“ Clemence, der Testpilot von Lockheed Martin, der bei dem Flug am Steuerknüppel saß.

Sollte Lockheed Martin den Wettbewerb gewinnen, wird das Unternehmen das Flugzeug in Greenville in seiner „Final Assembly and Checkout Facility“ (FACO) fertigen. Neben Lockheed Martin bieten auch ein Herstellerkonsortium bestehend aus Boeing und Saab sowie Leonardo ihre Muster der USAF als T-38-Nachfolger an.

Volker K. Thomalla

Über Volker K. Thomalla

Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.
Journaliste chez Aerobuzz.fr

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