Homepage » Militär » Luftparade über Paris internationaler als je zuvor

An der Luftparade über der französischen Hauptstadt Paris aus Anlass des französischen Nationalfeiertags nahmen in diesem Jahr Luftfahrzeuge aus sieben Ländern teil. 

14.07.2019

Die Patrouille de France eröffnet die Luftparade am 14. Juli in Paris. In einem ihrer Flugzeuge fliegt die Kapitänin der französischen Fußball-Frauennationalmannschaft mit. © Patrouille de France

Frankreich feiert seinen Nationalfeiertag am 14. Juli in jedem Jahr mit einer großen Truppenparade auf dem Prachtboulevard Champs-Elysées. Die Armée de l’Air führt parallel zum Défilé am Boden eine Luftparade über den Köpfen der Zuschauer durch. In diesem Jahr nahmen an dieser 45 Minuten dauernden Luftparade Luftfahrzeuge aus sieben mit Frankreich verbündeten Nationen teil.

Die Kunstflugstaffel Patrouille de France (PAF) führt traditionell die Luftparade an. In diesem Jahr saß die Kapitänin der französischen Frauen-Fußballnationalmannschaft, Amandine Henry, in einem der Cockpits der PAF. Damit will die französische Regierung der Mannschaft ihren Respekt zollen für die Leistung, die sie bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Monat, gezeigt hat, auch wenn sie nicht bis ins Finale gekommen war.

Die Luftparade über dem Champs-Elysées anlässlich des französischen Nationalfeiertags am 14. Juli ist 2019 internationaler als jemals zuvor. © Armée de l’Air

Hinter der PAF flog ein Frühwarnflugzeug vom Typ Boeing E-3F, gefolgt von zwei Mirage 2000-5, die mit jeweils einem Eurofighter Typhoon der britischen Royal Air Force und der spanischen Ejercito del Aire in Formation flogen.

Dem schloss sich ein weiterer internationaler Block an, der von einem Tankflugzeug C-135F angeführt wurde. Neben zwei Rafale C und einer Rafale B der Armée de l’Air gehörten auch ein Tornado der Luftwaffe aus Büchel sowie eine F-16 Fighting Falcon der Royal Netherlands Airforce sowie eine F-16 der Belgian Air Component zu dieser Formation.

Löschflugzeuge über Paris

In den weiteren, thematisch geordneten Blöcken flogen alle bemannten Luftfahrzeugmuster der französischen Streitkräfte wie Alpha Jet, Airbus A330 MRTT, Pilatus PC-21, Atlantique, Dassault Falcon 50M, Extra 300, C-160 Transall, C-130H und C-130J Hercules, Airbus A400M und eine C-235. Zu den weiteren internationalen Teilnehmern gehörten ein Airbus A400M der Luftwaffe, eine C-130 Hercules der spanischen Luftstreitkräfte und eine CN235 aus Portugal.

Zu den weiteren Besonderheiten der Luftparade über dem Champs-Elysées in diesem Jahr gehörte eine Fokker 100 der nationalen französischen Luftfahrtforschungseinrichtung ONERA, sowie Löschflugzeuge der Typen CL415 und Dash 8 Q400MR des Zivilschutzes (Sécurité Civile).

Doch damit nicht genug, nach den Flächenflugzeugen flogen auch die Helikopter ihr Défilé. Darunter waren auch internationale Teilnehmer: Ein Kampfhubschrauber Tiger aus Deutschland und einer aus Spanien, zwei Transporthubschrauber CH-47 der britischen Royal Air Force, ein Cougar der Luftwaffe sowie ein Caiman aus Spanien.

Die gesamte Luftparade dauerte 45 Minuten.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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