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Luftwaffe bringt Covid-19-Patienten aus Straßburg nach Ulm

Neben Italien ist auch die französische Region Grand Est stark vom Ausbruch der Covid-19-Pandemie betroffen. Die Luftwaffe hat heute mit einem Airbus A400M beatmete Patienten aus Strasbourg nach Stuttgart geflogen, die französischen Heeresflieger brachten Patienten aus Metz zur Weiterbehandlung nach Essen.

29.03.2020

Der Airbus A400M der Luftwaffe bei der Landung in Stuttgart. Die Patienten aus Frankreich wurden zum Bundeswehrkrankenhaus nach Ulm gebracht. © Luftwaffe

Im Rahmen der europäischen Nachbarschaftshilfe hat die Luftwaffe heute mit einem Airbus A400M weitere Patienten aus der von der Covid-19-Pandemie besonders stark betroffenen Region Grand Est in Frankreich abgeholt. Der viermotorige Militärtransporter (taktisches Kennzeichen 54+14) flog zum Flughafen Strasbourg Entzheim, nahm dort die beatmeten Patienten auf und startete anschließend nach Stuttgart.

Operation Résilience

In Stuttgart erwarteten bereits Krankenwagen die Patienten und brachten sie per Landtransport zum Bundeswehrkrankenhaus nach Ulm, wo sie nun behandelt werden.

In der Region Grand Est übersteigt die Zahl der Patienten, die aufgrund einer Infektion mit dem Coronavirus beatmet werden müssen, bei weitem die Zahl der zur Verfügung stehenden Intensivbetten. Deswegen evakuieren verschiedene Organisationen Patienten zur Entlastung der dortigen Krankenhäuser innerhalb Frankreichs sowie in die Nachbarländer, die Intensivbetten mit Beatmungsgeräten bereitstellen können. Die Abholung der Patienten heute durch den Airbus A400M der Luftwaffe erfolgte nach Angaben der französischen Verteidigungsministerin Florence Parly auf ihre Bitte hin, nachdem sie mit der deutschen Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer telefoniert hatte.

Die Evakuierung von Patienten aus der Region Grand Est geschieht im Rahmen der französischen Operation Résilience, was auf deutsch so viel wie Widerstandsfähigkeit heißt. Die französischen Heeresflieger (ALAT)  haben gestern und heute ebenfalls Patienten aus Frankreich nach Deutschland geflogen. Sie setzten dafür NH90 Caiman ein, die Covid-19-Patienten aus Metz nach Essen brachten.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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