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Luftwaffe hat ihre 20. A400M übernommen

Die Luftwaffe hat am 9. August bei Airbus im spanischen Sevilla ihren 20. Transporter vom Typ Airbus A400M übernommen. Damit hat das Lufttransportgeschwader 62 in Wunstorf die Hälfte seiner A400M erhalten. In den Ausbau und die Modernisierung des Fliegerhorstes investiert die Luftwaffe noch rund 300 Millionen Euro. 

17.08.2018

Das LTG 62 aus Wunstorf hat jetzt 20 der vorgesehenen 40 A400M erhalten. © Volker K. Thomalla

Am 9. August hat die Luftwaffe in Sevilla das 20. Exemplar des viermotorigen Transportflugzeugs Airbus A400M erhalten. Das Flugzeug mit dem Kennzeichen 54+21 wurde im Anschluss an die Übergabe von einer Luftwaffen-Crew zu seinem neuen Standort nach Wunstorf überführt. Damit hat das Lufttransportgeschwader 62 (LTG 62) die Hälfte seiner Flugzeuge dieses Musters erhalten. Deutschland hat insgesamt 53 A400M bestellt, wollte aber nur 40 selber betreiben und 13 Exemplare weiterverkaufen, was aber bisher nicht gelang. Ob die 13 Exemplare dann zusätzlich zum  LTG 62 kommen, ist heute noch nicht entschieden. Der Fliegerhorst Wunstorf wird momentan jedenfalls modernisiert und für die Aufnahme von insgesamt 40 A400M ausgebaut. Bis 2028 will das Verteidigungsministerium dafür noch rund 300 Millionen Euro investieren.

50 Prozent der Flottengröße erreicht

Der Kommodore des Geschwaders, Oberst Ludger Bette, sagte nach der Landung der 54+21 in Wunstorf: „Mit der heutigen Auslieferung des 20. Airbus A400M ist die Flotte des LTG 62 auf 50 Prozent der Zielgröße angewachsen. Das verschafft uns die Möglichkeit, weitere Lufttransportkapazitäten für unsere Bedarfsträger bereitzustellen. Wir freuen uns über die Erfolge der letzten Wochen und betrachten den erfolgreichen Abschluss der Einsatzprüfung ‚Luftbetankung‘, die Qualifikation des Intensive Care Aeromedical Evacuation–Rüstsatzes und die ersten Flüge nach Afghanistan sowohl als Bestätigung unserer Teamarbeit als auch als Anspruch, den erfolgreich eingeschlagenen Weg des Aufbaus taktischer Fähigkeiten konsequent voranzutreiben.“

Auch für die Frage, warum die 20. A400M das Kennzeichen 54+21 habe, hatte Oberst Bette eine Antwort parat: „Die 21 hat die 20 im Produktionsprozess in Sevilla überholt. Dadurch konnte sie eher ausgeliefert werden.“

Airbus hat bislang 67 A400M an Kunden übergeben. Allerdings will der Hersteller die Fertigungsrate nun drosseln, um Verluste durch das Programm einzudämmen und die nach wie vor bestehenden Probleme zu lösen.

A400M-Auftraggeber und Betreiber

LandBestellungenLieferungen
Belgien70
Deutschland5320
Frankreich5014
Großbritannien2220
Luxemburg10
Malaysia44
Spanien273
Türkei106
Summen17467

Stand: 17.08.2018

Bob Fischer 

 

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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