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Multinationale Tanker-Übung EART 2018 in Eindhoven beendet

Die Tanker-Übung EART 2018 (European Air Refueling Training) fand in diesem Jahr parallel zur Großübung Frisian Flag statt, so dass die Aufgaben für die Teilnehmer beider Übungen verbunden werden konnten. Der Angriff auf Syrien führte dann aber zu einem Abzug einiger Teilnehmer.

6.05.2018

Der Shell Track über der Nordsee nahe der Insel Texel ist ein ausgewiesener Luftraum für Luftbetankungen. Hier warten F-16 der RNLAF auf ihren Platz an dem Tankflugzeug KDC-10 T-164 der 334 Sqn der Koninklijke Luchtmacht (KLu). © Bob Fischer

Das European Air Refueling Training (EART) wurde 2014 ins Leben gerufen, um die internationale Zusammenarbeit von Besatzungen von Tankflugzeugen zu verbessern. Vom 9. bis zum 20. April übten Besatzungen aus Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und den USA von der Basis in Eindhoven aus. EART 2018 war die fünfte Übung dieser Art.

Die RNLAF war Gastgeberin der Übung

Die niederländischen Luftstreitkräfte als Gastgeber hatten das EART 2018 in diesem Jahr bewusst mit der Großübung Frisian Flag, die in Leeuwarden stattfand,  zusammengelegt, um die Missionen für die Teilnehmer beider Übungen zu verknüpfen. So konnten die Fighter von Frisian Flag 2018 von den Teilnehmer des EART 2018 über der Nordsee nahe bei ihren Übungsräumen mit Treibstoff versorgt werden.

Drei F-16 warten neben der KDC-10 der No. 334 Sqn der Koninklijke Luchtmacht im SHELL Track über der Nordsee auf ihre Betankung. © Bob Fischer

Neben einer KDC-10 der Royal Netherlands Air Force (RNLAF) nahmen am EART 2018 auch A310 MRTT der Luftwaffe, C-135F der französischen Armée de l’Air sowie KC-135 der US Air Force teil. Die USAF war als erstes nicht-europäisches Land bei einem EART dabei.

Doch nicht nur Fighter wurden im Rahmen des AERT 2018 betankt. Auch die E-3A AWACS-Frühwarnflugzeuge und das Betanken von Tankflugzeugen selbst gehörte in diesem Jahr zum Übungsumfang.

Eine F-16 erhält Treibstoff von der KDC-10 T-264 der RNLAF. © Defensie.nl

Lieutenant-Colonel Harry Oostema, Head of Operations auf der Eindhoven Air Base, sagte im Vorfeld der Übung: „Die Fähigkeit zur Luftbetankung bildet das Rückgrat moderner Luftkriegsführung. Ohne diese Fähigkeit, könnten wir nicht viel erreichen.  Das Aufrechterhalten der Luftüberlegenheit benötigt kontinuierlich Treibstoff.“

Teilnehmer wurden in den Einsatz berufen

Allerdings verließen die französischen und US-Teilnehmer das Training vorzeitig, da sie die Fighter betanken mussten, die in der Nacht vom 13. auf den 14. April den Luftschlag gegen Einrichtungen der syrischen Armee führten. Die C-135F aus Frankreich hatte bis dahin nur einen Flug im Rahmen der Übung absolviert, die KC-135 der USAF nicht einen einzigen.

Der Autor dieses Zeilen flog eine EART-Mission an Bord der KDC-10 T-264 der 334 Squadron der RNLAF mit und hatte dabei Gelegenheit, die niederländischen F-16-Fighter bei der Betankung zu fotografieren.

Bob Fischer

 

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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