Homepage » Militär » Operation Christmas Drop 2018 ist abgeschlossen

Die Übung Operation Christmas Drop brachte in diesem Jahr den Bewohnern von abgelegenen Inseln im Pazifik erneut Hilfspakete aus der Luft. Die US Air Force, die Japan Air Self-Defense Force sowie die Royal Australian Air Force setzten an zehn Tagen fast 30 Tonnen Hilfsgüter ab.

29.12.2018

Die Royal Australian Air Force ist mit ihren C-130J Super Hercules bei der Operation Christmas Drop dabei. Hier überwacht Sergeant Karl Penny, ein C-130-Loadmaster der 37th Squadron das Absetzen der Hilfspakete über dem Kapingamarangi-Atoll. © US Air Force/Matthew Gilmore

Zum nunmehr 67. Mal hat die US Air Force die Operation Christmas Drop durchgeführt. Bei der Mission von der Andersen Air Force Base in Guam im Pazifik aus trainieren die Besatzungen das präzise Absetzen von Lasten. Sie bringen Lebensmittel und Hilfsgüter, die zuvor von Hilfsorganisationen gespendet wurden, zu abgelegenen Inseln in Mikronesien. In diesem Jahr waren auch C-130J Super Hercules der Royal Australian Air Force (RAAF) sowie C-130H der Japan Air Self-Defense Force (JASDF) an der Übung beteiligt.

Operation Christmas Drop 2018:

Die Idee zu der Übung entstand 1952, als in der Vorweihnachtszeit die Besatzung einer B-29 Superfortress über die Insel Kapingamarangi flog und Inselbewohner ihr zuwinkten. Die Besatzung befestigte spontan ein Paket mit Lebensmitteln an einem Fallschirm und warf es über der Insel ab. Seitdem wiederholt die USAF jedes Jahr die Übung.

Präzises Fliegen und Absetzen ist gefragt

Die Abwurfzonen bei der Operation Christmas Drop liegen fernab jeglicher Zivilisation im Pazifik. Auf den insgesamt 56 Inseln, die die Teilnehmer der Operation Christmas Drop in diesem Jahr zwischen dem 9. und dem 19. Dezember ansteuerten, leben rund 20.000 Menschen. Im Rahmen der Übung setzen die Teilnehmer Hilfspakete an Fallschirmen über oder neben den Inseln ab. Zum Teil sind die Abwurfzonen nur wenige Meter breit und erfordern ein entsprechend präzises Fliegen und ein punktgenaues Absetzen. Dort, wo keine geeignete Drop Zone verfügbar ist, werden die schwimmfähigen Hilfspakete nach einem tiefen Überflug in Strandnähe ins Wasser abgesetzt, wo sie von den Inselbewohnern mit Booten geholt werden.

In den Hilfspaketen waren in diesem Jahr unter anderem: Angelzubehör, Kleidung, Bettwäsche, Früchte und Saaten, Reis, Kaffee, Kochtöpfe, Spielzeug, Bücher, Zementpaste, Zahnbürsten, Dynamo-Taschenlampen und Seile. Über 200 freiwillige Helfer, darunter viele Schüler aus umliegenden Schulen, hatten in einem Hangar auf der Andersen Air Base zwei Tage lang die Kartons für die einzelnen Inseln gepackt. Insgesamt setzen die Teilnehmer an der Operation Christmas Drop 2018 über 62.000 lbs (28,12 Tonnen) Hilfsgüter ab.

Volker K. Thomalla

 

 

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Operation Christmas Drop ist gestartet

Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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