Homepage » Militär » RAF feierte 100-jähriges Bestehen mit Luftparade über London

RAF feierte 100-jähriges Bestehen mit Luftparade über London

Im April 1918 wurde die britische Royal Air Force als erste selbstständige Luftstreitkraft ins Leben gerufen. In diesem Jahr feiert die RAF ihr 100-jähriges Bestehen. Höhepunkt der Feierlichkeiten war gestern ein Flypast über London mit allen aktuellen und einigen historischen Mustern der Teilstreitkraft.

11.07.2018

Die F-35 Lightning II der RAF nahmen erstmalig an einer Luftparade teil. © RAFphotoG/Crown Copyright

Am 1. April 1918 wurde die britische Royal Air Force (RAF) als weltweit erste unabhängige Luftstreitkraft ins Leben gerufen. Sie wurde nun unabhängig von der Armee und der Marine geführt. Der Erste Weltkrieg tobte noch, und deshalb begann die RAF mit nicht weniger als 23.000 Flugzeugen und 290.000 Mann. Der erste Befehlshaber wurde im Juni 1918 Generalmajor Sir Hugh Trenchard.

Flypast mit über 100 Luftfahrzeugen

An ihre Gründung vor 100 Jahren erinnert die RAF in diesem Jahr. Höhepunkt der Feierlichkeiten war gestern eine Luftparade (Flypast) mit über 100 Luftfahrzeugen über London. Neben den meisten aktuellen Mustern der RAF waren auch historische Flugzeuge dabei, die an besondere Ereignisse in der Geschichte der Teilstreitkraft erinnerten. Eine Douglas Dakota mit Invasionsstreifen erinnerte an den D-Day am 6. Juni 1944, die Invasion in der Normandie, während eine Avro Lancaster, zwei Hawker Hurricane und zwei Supermarine Spitfire an die Luftschlacht um England (Battle of Britain) erinnerten, als die Royal Air Force unter großen Verlusten die Luftwaffe schlug und eine Invasion Großbritannien verhinderte.

Die königliche Familie mit Queen Elizabeth II. an ihrer Spitze beobachtete das RAF100 Flypast vom Balkon des Buckingham Palastes aus. © Royal Family/Twitter

Das RAF100 Flypast war auch der erste öffentliche Auftritt der Lockheed Martin F-35A Lightning II über London. Drei Joint Strike Fighter hatten sich in das Defilee eingereiht.

Beim RAF100 Flypast waren rund 12 Prozent der aktiven Flotte der Royal Air Force am Himmel über London zu sehen. Die RAF verfügt momentan über 835 bemannte Fluggeräte. Das große Flugzeug in ihrem Bestand sind die Tank- und Frachtflugzeuge vom Typ A330 Voyager.

Als vorletzte Formation der Luftparade flogen 22 Eurofighter Typhoon. Das war die größte Typhoon-Formation, die bislang am Himmel zu sehen war. Sie hatten eine „100“ geformt. Den Abschluss des RAF100 Flypast bildete das RAF-Kunstflugteam Red Arrows mit ihren Hawk T1.

Die Red Arrows mit ihren Hawk T1-Jettrainern bildeten den Abschluss des RAF100 Flypast am 10. Juli über London. © MoD/Crown Copyright

In den kommenden Wochen gibt es noch weitere Events rund um das RAF-Jubiläum. Es steht auch beim Royal International Air Tattoo (RIAT) am Wochenende und bei der sich anschließenden Farnborough Airshow im Vordergrund. Zusätzlich nimmt die RAF noch an verschiedenen kleineren Airshows im Lande statt. Den Abschluss der Feierlichkeiten bilden die Gedenkveranstaltungen zum Ende des Ersten Weltkriegs im November.

 

Folgende Formationen flogen beim RAF100 Flypast über London:

  • Airbus Helicopters Puma HC2 (3)
  • Chinook (6)
  • Airbus H135 Juno (2), Airbus H145 Jupiter (1)
  • Douglas Dakota (1)
  •  Battle of Britain Memorial Flight: Avro Lancaster (1), Hawker Hurricane (2), Supermarine Spitfire (2)
  • Grob 120TP Prefect (3)
  • Embraer Tucano T1 (9)
  • Lockheed Martin C-130 Shadow (2)
  • Airbus A400M Atlas (1)
  • Lockheed Martin C-130J Hercules (2)
  • BAe 146 (1)
  • Boeing C-17A Globemaster III (1)
  • Sentinel R1 (1)
  • Airbus A330 Voyager (1)
  • Boeing RC-135 Rivet Joint (1)
  • Boeing E-3A Awacs (1)
  • Hawk T1 (9)
  • Hawk T2 (9)
  • Panavia Tornado GR4 (9)
  • Lockheed Martin F-35 Lightning II (3)
  • Eurofighter Typhoon (22)
  • Hawk T1 Red Arrows (9)

Volker K. Thomalla

 

Der Bericht der BBC über das RAF100 Flypast

 

 

Folgen Sie uns auf Twitter
Liken Sie uns auf Facebook

 

 

Weitere interessante Beiträge zur Royal Air Force:

Die ersten F-35B für die RAF sind in Großbritannien gelandet

Luftwaffe und RAF wollen bei der A400M enger zusammenarbeiten

RAF will ihre Eurofighter-Doppelsitzer außer Dienst stellen

Über Volker K. Thomalla

zum Aerobuzz.de
Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.