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Saab bietet die Gripen als Aggressor an

Der schwedische Hersteller Saab bietet seinen Fighter Saab Gripen auch in einer Aggressor-Variante für das Fortgeschrittenen-Luftkampftraining an.

12.09.2017

Saab bietet ab sofort die Gripen C auch in einer Aggressor-Variante an. © Saab

Saab hat auf der heute in London auf der Messe DSEI (Defence & Security Equipment International) erstmalig das Konzept einer Gripen als Feinddarstellungsflugzeug für das Luftkampftraining vorgestellt. Der schwedische Hersteller sieht einen wachsenden Markt für das Fortgeschrittenen-Luftkampftraining und möchte in diesem Marktsegment seinen Fighter platzieren. Der Gripen Aggressor stelle ein außergewöhnlich fähiges Feindflugzeug dar, gegen welches die Piloten ihre Kampffähigkeiten erproben und schärfen könnten, um leistungsfähige, gegnerische Flugzeuge zu bekämpfen und zu besiegen so der Hersteller.

„Es gibt einen deutlichen Unterschied zwischen den Leistungen der Aggressorflugzeuge, die heute am Markt verfügbar sind und dem, was in den nächsten Jahren gefordert wird“, sagte Richard Smith, Marketing- und Verkaufschef bei Saab. „Um so trainieren zu können, wie man auch kämpfen muss, muss man fortschrittliche Kampftaktiken gegen ebenbürtige Gegner anwenden. Weltklasse-Piloten müssen, um richtig zu trainieren, gegen Weltklasse-Gegner wie den Gripen Aggressor antreten.“

Spezielle Umbauten für die Aggressor-Rolle

Die Gripen in der Feinddarstellungsrolle basiert auf der Version C des Fighters. Diese unterscheidet sich von ihren Vorgängerversionen durch ein neues Glascockpit, eine Luftbetankungssonde sowie ein verbessertes, mittels der digitalen Triebwerkssteuerung FADEC gesteuertes Triebwerk. Die Gripen Aggressor wurde für ihre Aufgabe besonders vorbereitet, nutzt aber die umfangreichen Datenübertragungsmöglichkeiten der C-Version.

Bei der Feinddarstellung simulieren die Aggressoren gegnerische Verbände und nutzen ihre Taktiken, um ein möglichst realistisches Szenario im Training zu bieten. Saab sieht die Gripen als einen fähigen Kandidaten für das United States Air Force Adversary Air (ADAIR)-Training sowie für das Air Support to Defence Operational Training (ASDOT) des britischen Verteidigungsministeriums. Beide Programm wollen die Piloten besser auf künftige Luftkampfsituationen vorbereiten.

Volker K. Thomalla

 

 

Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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