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Sikorsky beteiligt sich offiziell an der STH-Ausschreibung

Sikorsky Aircraft hat gestern seine Unterlagen für die erste Phase der Ausschreibung für die Beschaffung des neuen Schweren Tansporthubschraubers (STH) für die Bundeswehr abgegeben. Damit sind zwei Kandidaten im Wettbewerb: Boeing mit der CH-47 Chinook und Sikorsky mit der CH-53K King Stallion. 

28.05.2019

Aufgrund der hohen Außenlast-Kapazität kann die CH-53K King Stallion auch in der Brandbekämpfung wertvolle Dienste leisten. © Lockheed Martin

Seit gestern beteiligt sich die Lockheed Martin-Tochter Sikorsky Aircraft offiziell an der Ausschreibung der Bundeswehr für einen neuen Schweren Transporthubschrauber (STH) als Nachfolger für die CH-53G/GS. Das CH-53K Team schickt die CH-53K King Stallion in das Rennen um den neuen Hubschrauber der Luftwaffe. Gestern um 14.00 Uhr endete die Abgabefrist für die Ausschreibung. Bislang ist das US Marine Corps der einzige Kunde für den größten Helikopter, den Sikorsky bislang gebaut hat.

CH-53 King Stallion

Zu dem Team der deutschen Industriepartner, die Lockheed Martin um sich geschart hat, gehören die MTU Aero Engines, die Rheinmetall Group, Hensoldt, Autoflug, Liebherr, Collins Aerospace, ZF, Rohde & Schwarz sowie Vincorion und  Hydro Systems.

Ende Februar dieses Jahres hat das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) die Ausschreibung „Beschaffung STH (QL2CKKA039HA376)“ veröffentlicht und damit den Prozess in Gang gesetzt. Der Auftrag ist attraktiv, immerhin geht es um 45 bis 60 Helikopter, und das Verteidigungsministerium hat dafür Mittel in Höhe von 5,6 Milliarden Euro in seiner Planung vorgesehen. Neben der CH-53K ist nur die CH-47 Chinook von Boeing in dem Wettbewerb vertreten. Das Verteidigungsministerium hat bei der Beschaffung des STH eine – wie früher einmal vorgesehen – Neuentwicklung eines Hubschraubers aufgrund des engen Zeitplans ausgeschlossen. Die heute noch im Einsatz stehenden CH-53G/GS müssen ab 2025 ausgemustert werden.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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