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Testcrews haben die L-39NG an ihre Grenzen geführt

Aero Vodochody hat zwei wichtige Meilensteine auf dem Weg der L-39NG zur Zulassung erreicht: Der statische Tests des Rumpfes wurde erfolgreich abgeschlossen und der komplette Flugbereich des Musters wurde im Rahmen der Flugerprobung geöffnet. 

2.04.2020

Die L-39NG hat im Rahmen der Flugerprobung nun den kompletten Flugbereich eröffnet. © Aero Vodochody

Der tschechische Hersteller Aero Vodochody hat in den vergangenen vier Wochen bei seinem Jet-Trainer-Programm L-39NG zwei wichtige Meilensteine erreicht. Anfang des letzten Monats hat ein Testrumpf des neuen Flugzeugs im Czech Aerospace Research Center (VZLU) im Rahmen eines statischen Tests die maximal geforderte Last sicher erreicht. Sie entspricht 150 Prozent der maximal im Flugbetrieb auftretenden Lasten. Auch dabei ergaben sich keine dauerhaften Deformationen der geprüften Bauteile. Damit ist eine wichtige Grundlage für die Zulassung des Flugzeug gelegt.

Beginn der Nachweisflüge

Ende März hatten Testcrews des Herstellers dann im Rahmen der Flugerprobung den Flugbereich des Musters vollständig geöffnet. Derzeit sind zwei Prototypen der L-39NG in die Testflüge involviert. Bei der Erprobung wurden bisher folgende Flugleistungen erreicht: maximal erreichte Geschwindigkeit: 509,4 KTAS (943,4 km/h) beziehungsweise Mach 0.822. Die maximale Flughöhe betrug 38.000 Fuß (11.580 Meter). Nun beginnen die Nachweisflüge für den Treibstoffverbrauch, die Start- und Landestrecken, g-Belastungen und weitere Leistungen.

Dieter John, der Präsident und Hauptgeschäftsführer (CEO) von Aero Vodochody, sagte: „Wir haben bisher bedeutende Fortschritte bei den Bodentests und der Flugerprobung erzielt. Mit den beiden L-39NG-Prototypen sowie unserem technischen Demonstrator sind wir gut aufgestellt für die Zulassung unseres Flugzeugs im dritten Quartal 2020.“

Derzeit liegen dem Unternehmen insgesamt 38 Bestellungen von den Streitkräften des Senegals, dem portugiesischen Luftfahrtunternehmen Skytech sowie der RSW Aviation aus Phoenix in Arizona vor. Es wird erwartet, dass auch die tschechischen Streitkräfte das Muster bestellen.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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