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Tornados der Luftwaffe vom Counter DAESH-Einsatz zurück

Die Aufklärungs-Tornados der Luftwaffe sind nach ihrem Einsatz im Rahmen der Mission Counter DAESH wieder auf ihre Stützpunkte in Deutschland zurückgekehrt. Aufgrund der Coronakrise muss ein offizieller Appell ausfallen. Die Aufgaben bei Counter DAESH hat nun die Aeronautica Militare übernommen.

2.04.2020

Ein Tornado des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33 landet nach seinem mehrwöchigen Einsatz in Jordanien wieder auf dem Stützpunkt Büchel. © Luftwaffe

Im Dezember 2015 begann der internationale Einsatz der Mission Counter DAESH für die Luftwaffe mit der Verlegung eines Vorauskommandos auf den türkischen Stützpunkt Incirlik. Im Januar 2016 nahm die Luftwaffe den Flugbetrieb im Rahmen dieses Auslandseinsatzes auf. Es standen während der Zeit immer vier Tornados der Luftwaffe in der Region zur Verfügung.

Die Tornados der Luftwaffe flogen Aufklärung über dem Nordirak und Syrien und lieferten den Streitkräften der Koalition wertvolle Informationen zur Bekämpfung der Terrormiliz IS. Im Juli 2017 wurde die Einsatzbasis der Luftwaffe aufgrund von politischen Spannungen mit dem Bündnispartner Türkei von Incirlik nach Jordanien auf die dortige Basis Al-Asrak verlegt.

Auf ihrem Rückflug aus Jordanien wurden die Tornados der Luftwaffe in der Luft betankt. © Luftwaffe

Das Mandat zur Durchführung der Aufklärungsflüge endete am 31. März 2020. Gestern sind die vier Tornados der Luftwaffe von Al-Asrak auf ihre Heimatstützpunkte Büchel und Jagel zurückgekehrt. Da die Reichweite der Tornados für einen Nonstopflug von Jordanien nach Deutschland nicht ausreicht, wurden die vier Jets auf ihrem Rückflug von einem Airbus A310 MRTT der Luftwaffe im Flug betankt. Nach Angaben der Luftwaffe haben die Aufklärung-Tornados während der vergangenen vier Jahre im Rahmen der Operation Counter DAESH fast 2.500 Einsatzflüge mit über 7.500 Flugstunden absolviert.

Seit 2015 hatte die Luftwaffe Aufklärungsmissionen im Kampf gegen die Terrormiliz IS geflogen. © Luftwaffe

Der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz, sagte bei  der Rückkehr der Flugzeuge und Besatzungen: „Mission accomplished! Die gesamte ‚Tornado-Community‘ kann stolz auf ihre Leistungen sein, denn auch die Soldatinnen und Soldaten in Deutschland haben alles getan, um die Einsatzbereitschaft unseres ‚Tornado‘ zu gewährleisten. Blicken Sie mit Stolz zurück. Sie haben Großes im Einsatz für die Luftwaffe und unsere internationalen Partner geleistet!“ Einen offiziellen Appell zum Abschluss der Mission wird es aufgrund der grassierenden Coronavirus-Epidemie nicht geben.

Die Aufgaben der Tornados übernehmen nun Eurofighter sowie Predator-Drohnen der italienischen Luftstreitkräfte (Aeronautica Militare). Die Luftwaffe stellt aber weiterhin den Streitkräften der internationalen Koalition Tankerkapazität in der Region in Form eines Airbus A400M zur Verfügung.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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