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US Air Force lässt A-10 weiter fliegen

Die Außerdienststellung des Luftnahunterstützungsflugzeugs A-10 Thunderbolt II wird beim US-Militär schon seit dem jähr 2004 diskutiert. Aber das kampferfahrene Flugzeug aus den 70er-Jahren wird nach den jetzt veröffentlichten Plänen der US Air Force auch in Zukunft zum Inventar gehören.

25.05.2017

Die A-10 Warthog der US Air Force bleiben jetzt bis Ende der 2030er Jahre im Dienst. © Bob Fischer

US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag seinen ersten Haushaltsentwurf vorgestellt. Dieser enthält eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben in Höhe von 54 Milliarden US-Dollar. Der Haushalt sieht vor, dass die US Air Force sowohl ihre Flotte von A-10 als auch von Lockheed U-2 weiter betreiben kann. Die A-10 ist in der Luftnahunterstützung sehr erfolgreich, während die U-2 als Aufklärer brilliert. Bislang war vorgesehen, beide Muster in den nächsten Jahren abzulösen und außer Dienst zu stellen.

Der Haushaltsentwurf nennt keinen Zeitpunkt mehr für die Außerdienststellung der U-2. Generalmajor James Martin, Deputy Assistant Secretary für den Haushalt der US Air Force, sagte während der Vorstellung des Haushaltsentwurfs am Dienstag im Pentagon: „Wir planen, diese Plattform auch noch in weiter Zukunft zu behalten.“

A-10 bleibt auf unbestimmte Zeit im Inventar

Trotz vorheriger Pläne, die Thunderbolts aus der aktiven Flotte zu entfernen, hat die Air Force am Dienstag bestätigt, dass sie nun plant, den größten Teil der A-10 Warthog sich weiterhin zu betreiben. Die Air Force werde die A-10 auf unbestimmte Zeit nutzen, sagte ein Air-Force-Sprecher, aber einzelne Exemplare könnten ausgemustert werden, wenn neue Typen einsatzbereit seien. Im Haushaltsentwurf sind Betrieb und Unterhalt einer Warthog-Flotte von 283 Exemplaren eingeplant. Dies entspricht der aktuellen Stärke der Flotte. Für 2018 ist die Ausrüstung der Flugzeuge mit ADS-B-Transpondern vorgesehen, die für alle Flugzeuge im US-Luftraum ab 2020 vorgeschrieben sind.

Die von Fairchild-Republic entwickelte und gebaute A-10 kann bis zu 7.250 Kilogramm an Waffen zuladen. Sie ist mit einer siebenläufigen 30-mm-Gatling-Kanone im Rumpfbug ausgerüstet, die ihr den Spitznamen „Warthog“ (Warzenschwein) einbrachte. Die Kanone hat eine maximale Schussfrequenz von 4.200 Schuss pro Minute. Sie kann sowohl panzerbrechende Uranmunition als auch Explosivgranaten verschießen.

Bob Fischer

Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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