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Waldbrand bei Lübtheen: Hubschrauber im Großeinsatz

Trotz erheblicher Bemühungen der Feuerwehr breitet sich der Brand auf  dem ehemaligen Truppenübungsplatz Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern weiter aus. Altmunition auf dem Gelände verhindert ein gezieltes Löschen. Hubschrauber von Bundeswehr und Bundespolizei sind im Einsatz, um den Brand einzudämmen.

2.07.2019

Derzeit stehen zwei CH-53 der Luftwaffe im Einsatz, um den Waldbrand bei Lübtheen zu bekämpfen. © Team Luftwaffe

Der Waldbrand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Lübbtheen hat sich in der Nacht auf eine Fläche von rund 700 Hektar ausgedehnt. Er ist der größte Waldbrand in der Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns. Bislang mussten vier Dörfer sowie ein Ferienlager mit Jugendlichen evakuiert werden. Der Rauch des Brandes ist selbst im 270 Kilometer entfernten Leipzig zu riechen.

Brandbekämpfung aus der Luft

Hubschrauber spielen eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung dieses Brandes, da das Gebiet wegen alter Munition, die dort im Boden liegt, zum Teil nicht betreten werden kann. Die Bundeswehr hat zwei CH-53G des Hubschraubergeschwaders 64 aus Holzdorf/Schönewalde bereitgestellt, die mit Bambi-Buckets Löschwasser aus einem nahe gelegenen Badesee zu den Brandnestern bringen. Die CH-53 können bis zu 5.000 Liter Wasser bei einem einzigen Flug transportieren.

Auch die Bundespolizei ist mit Hubschraubern des Typs Super Puma und EC155 mit Bambi-Buckets im Einsatz. Allerdings können die beiden Helikoptermuster nur jeweils 2.000 beziehungsweise 1.000 Liter Wasser pro Flug aufnehmen. Im Laufe des Tages soll die Zahl der eingesetzten Hubschrauber auf acht erhöht werden.

Der Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier, hat den Einsatz eines Löschflugzeugs, das aus einem europäischen Nachbarland hätte angefordert werden können, abgelehnt. Das Flugzeug hätte das Wasser aus dem Schweriner See holen müssen, und mit dem Einsatz des Löschflugzeugs müssten die Hubschrauber-Löschflüge eingestellt werden.

Die Polizei vermutet Brandstiftung als Brandursache.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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