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Die Außenhaut des ersten A380 wird zu Kofferanhängern

Die Kölner Firma bordbar verkauft Teile der Außenhaut des ersten Airbus A380 von Singapore Airlines in Form von Kofferanhängern. Luftfahrt-Enthusiasten können nun ein Teil eines historischen Flugzeugs kaufen. 

17.02.2020

Die Kölner Firma bordbar fertigt 7.000 Anhänger aus der Außenhaut des ersten A380 im Liniendienst. © bordbar

Der erste Airbus A380, der im Airlinedienst geflogen ist, wurde nach einer nur zehn Jahre dauernden Nutzungsdauer von Singapore Airlines an den Leasinggeber zurückgegeben. Die Leasinggesellschaft fand trotz intensiver Suche keinen neuen Leasingnehmer für den Airbus-Riesen mit dem Kennzeichen 9V-SKA, und so entschloss sich das Unternehmen, das Flugzeug auszuschlachten und zu zerlegen.

Upcycling lässt Teile der A380 weiter leben

Mit dieser Aufgabe betraute die Lesainggesellschaft das auf Flugzeugverwertung spezialisierte Unternehmen Tarmac Aerosave in Tarbes in Südwestfrankreich. Im November 2019 waren alle noch verwertbaren Teile aus dem Airbus A380 entfernt, und die Karkasse wartete auf ihre Verschrottung. Damit wäre die Geschichte der ersten A380 im Liniendienst abgeschlossen, gäbe es nicht die Firma bordbar aus Köln.

Der Rumpf des ersten Airbus A380 nach seiner Verschrottung bei Tarmac Aerosave in Tarbes. © bordbar

Beim Zerlegen hat sich bordbar nämlich Teile der Außenhaut der 9V-SKA gesichert und wird sie nun zu individuell nummerierten Anhängern, so genannten Aviationtags, weiterverarbeiten. Die einzelnen Anhänger können sich in Farbe und Materialstärke unterscheiden, je nachdem, aus welchem Bereich der Flugzeugstruktur das Teil entnommen wurde. Jeder Aviationtag erhält eine Lasergavur mit Kennzeichen, Flugzeugtyp und Herstellerlogo. Insgesamt werden 7.000 Aviationtags hergestellt und von der Kölner Firma verkauft. So haben Enthusiasten die Möglichkeit, ein Stück eines historischen Flugzeugs zu besitzen.

Ein Aviationtag ist aber nicht nur als Sammlerstück geeignet, sondern auch als Anhänger für Gepäckstücke. Käufer der Aviationtags können sich beim Lost & Found-Service von bordbar registrieren lassen. Sollte ein Finder eines eventuell verlorenen Schlüsselbundes oder Gepäckstückes sich bei bordbar melden, kann so der Besitzer ausfindig gemacht werden.

Volker K. Thomalla

 

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