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Der Plan steht, das Flugzeug ist allerdings noch nicht fertig. Im nächsten Jahr wollen zwei britische Piloten die Welt umrunden und haben sich dazu ein 75 Jahre altes Jagdflugzeug vom Typ Supermarine Spitfire ausgesucht.

20.09.2018

Mit einer Supermarine Spitfire, die im Moment noch nicht einmal vollständig restauriert ist, wollen zwei britische Piloten die Welt umrunden. © Volker K. Thomalla

Dieser Plan klingt schon sehr britisch: Die beiden Piloten Matt Jones und Steve Brooks schicken sich an, im Sommer 2019 mit einer Supermarine Spitfire Mk IXLF die Erde zu umrunden. Die beiden haben zusammen die Boultbee Flight Academy auf dem Goodwood Aerodrome gegründet, eine Flugschule, die sich ausschließlich dem Training auf Warbirds des Musters Supermarine Spitfire widmet. Für ihren Plan, die Welt zu umrunden, um damit an die Luftschlacht um England (Battle of Britain) im Zweiten Weltkrieg zu erinnern, kam deswegen natürlich kein anderes Flugzeugmuster in Frage.

850 nautische Meilen Reichweite

Sie wollen mit ihrem Flug einen neuen Rekord aufstellen, denn bislang ist noch niemand mit einer Spitfire um die Welt geflogen, was nicht verwunderlich ist, denn das Jagdflugzeug war nicht als Langstreckenjäger entwickelt worden und verfügt über eine maximale (Überführungs-)Reichweite von 850 nautischen Meilen (1.577 Kilometer). Die realistische Reichweite bei diesem Unterfangen liegt allerdings eher bei 400 nautischen Meilen (740 Kilometer), um Sicherheitsreserven zum Flug zu Ausweichplätzen zu haben. Und so richtig bequem ist es in dem Cockpit des 75 Jahre alten Jägers auch nicht wirklich. Insgesamt sind 150 Landungen in 30 Ländern geplant.

So soll die Spitfire auf ihrem Flug um die Erde aussehen. Zeichnung: Romain Hugault © IWC

Das Flugzeug, welches sie sich für ihren Flug ausgesucht haben, wurde 1943 gebaut und hat im Zweiten Weltkrieg 51 Einsätze geflogen. Allerdings steht es derzeit noch in der Werkstatt und wird grundüberholt. Die Restaurierung der MJ271 soll im Frühjahr 2019 abgeschlossen sein. Jones und Brooks haben mit dem Uhrenhersteller IWC Schaffhausen einen namhaften Sponsor gefunden, der das Unternehmen Silver Spitfire – The Longest Flight zu einem großen Teil finanziert. Die Spitfire wird keine Tarnlackierung erhalten, sondern soll lediglich poliert werden, daher der Name „Silver Spitfire“.

Eine Pilatus PC-12 soll die Spitfire auf ihrem Flug begleiten. Der berühmte Flugzeugfotograf John Dibbs wird in der PC-12 mitfliegen, um eine Dokumentation über den Flug zu erstellen.

Bob Fischer

 

 

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