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45. Flugzeug-Veteranen-Teilebörse: Rares gegen Bares

Am 3. November 2018 war es wieder soweit: Im „Hangar 10“ des Technik Museum Speyer stieg die 45. Ausgabe der Flugzeug-Veteranen-Teilebörse. Rund 70 Aussteller aus neun Ländern lockten mit ihren Luftfahrtraritäten viele kaufwillige Besucher an.

6.11.2018

Bis zur letzten Schraube mit Originalteilen aufgebaut: Das Instrumentenbrett einer Schweizer Bf 109E. © Heiko Müller

Zweimal im Jahr ist die Teilebörse in Speyer der Pflichttermin hunderter Freunde der historischen Luftfahrt. Vom Ersten Weltkrieg bis in die siebziger Jahre: Unter den Flugzeug- und Flugmotorenteilen aus dieser Zeitspanne, Instrumenten, Fliegerbekleidung, technischen Dokumentationen, Literatur und vielen Dingen mehr bogen sich auch dieses Mal förmlich die Tische der Aussteller. In der Szene hat sich die Veranstaltung weit über die deutschen Grenzen einen Namen gemacht. Unter anderem aus Frankreich, Belgien, Ungarn, Polen der Schweiz, den Niederlanden und der Tschechischen Republik waren Händler und Kunden angereist.

45. Flugzeug-Veteranen-Teilebörse

Speyer ist im Laufe der Jahre zum wichtigen Treffpunkt von Sammlern, Museumsfachleuten, professionellen ebenso wie privaten Restaurateuren und ganz einfach an der Luftfahrtgeschichte interessierten Menschen geworden. Neben dem Platz zum Kaufen und Verkaufen versteht sich die Flugzeug-Veteranen-Teilebörse genauso als Forum zum Austausch von Informationen und für Diskussionen zu den verschiedensten Themen. Kontakte werden hier neu geknüpft oder aufgefrischt und so manche Freundschaft unter Luftfahrtfans nahm in Speyer ihren Anfang.

Unerwartete Neuheiten auf dem Tisch

Die Szene der Teilesucher und -sammler ist dennoch überschaubar. Viele kennen sich untereinander, wissen, wer gerade welches Projekt verfolgt oder irgend ein seltenes Teil „ausgegraben“ hat. Ob es sich nun um ein top-restauriertes Fahrwerksbein einer Do 335, den Motorträger einer Bf 109 oder andere Raritäten handelt. Immer wieder landen unerwartete „Neuheiten“ auf dem einen oder anderen Verkaufstisch. Um diese als erster zu entdecken stellt sich so mancher Fan schon stundenlang vor der Öffnung der Börse am Haupteingang an. „Einige können es kaum erwarten, die Halle zu stürmen“, freut sich Veranstalter Peter Seelinger, der auch selbst als Fachmann in der Szene großes Ansehen genießt. Doch selbst diese hartgesottenen Sammler bekommen nicht jeden Deal mit. Im Vor- und Umfeld der Teilebörse ist schon so mancher Handel mit besonderen Raritäten zustandegekommen.

Von diesen Geschäften bekommt der Normalbesucher kaum einmal etwas mit. Doch schon das „normale“ Angebot ist mehr als ausreichend. Und viele Besucher verlassen am Ende des Tages die Börse wieder mit irgendeinem Flugzeugteil, einem Buch oder historischen Fotos, von denen sie am morgen noch nicht einmal geahnt haben, dass es so etwas überhaupt noch gibt. Für nicht wenige ist das Stöbern nach solchen Überraschungen fast zur Sucht geworden. Die Zahl der „Mehrfach- und Rückfalltäter“ bei der Flugzeug-Veteranen-Teilebörse ist enorm hoch. Bei der 46. Ausgabe am 13. April 2019 sind sie sicher wieder dabei.

Heiko Müller

 

 

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Über Heiko Müller

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Heiko Müller ist seit drei Jahrzehnten in vielen Feldern des Luftfahrtjournalismus zu Hause. Bis 2016 arbeitete er als Redakteur beim Fachmagazin aerokurier, ab 2003 prägte er zusätzlich als Geschäftsführender Redakteur die Zeitschrift Klassiker der Luftfahrt. Heute ist er als freier Autor tätig und berät Firmen – nicht nur der Luftfahrtbranche – in PR- und Projektmanagementfragen.

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